Die Bade-Saison beginnt! Bei sommerlichen Temperaturen zieht es viele Einheimische und Urlauber an den Bodensee - sei es zum Schwimmen, Planschen oder zum Paddeln.
Ungeachtet der liebsten Aktivität im kühlen Nass sollten Wasserratten am größten See Deutschlands zwei Dinge beachten: Zum einen kann der Bodensee durchaus gefährlich sein. Und zum anderen gelten wichtige Verhaltensregeln, die sich von denen an anderen Seen unterscheiden und an die sich alle halten müssen. Wenn nicht, drohen sogar Strafen.
Vorsicht! Deshalb kann es im Bodensee durchaus gefährlich sein
Der 256 Meter tiefe Bodensee hat aufgrund seiner Lage ein paar Tücken: Im Unterschied zu vielen Seen im deutschen Alpenraum und in Oberitalien liegt er nicht in Nord-Süd-Richtung, sondern in West-Ost-Richtung. Das bedeutet andere Wind- und Wellenverhältnisse, die zudem durch die Größe des Sees beeinflusst werden. Außerdem sorgen viele Boote und Schiffe für Wellen, die Wassersportler nicht unterschätzen sollten.

Zudem kann das Wetter am Bodensee schnell umschlagen. Wichtig ist es deshalb, stets den Himmel im Auge zu behalten. Es gilt: Kein unnötiges Risiko eingehen und bei drohenden Witterungsveränderungen lieber gleich auf dem Trockenen bleiben. Orangefarbene Blinklichter am Ufer warnen zudem vor starken Winden oder Gewittern.

Diese Regeln gelten für Stand-up-Paddler auf dem Bodensee
Mit einem SUP (Stand-Up-Paddle-Board) auf dem Wasser unterwegs zu sein, liegt im Trend. Für die kleinen Wasserfahrzeuge, von denen es immer mehr auf dem Bodensee gibt, gelten jedoch die Regeln der Bodenseeschifffahrtsordnung (BSO), die zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz vereinbart wurde.

Sie besagt beispielsweise, dass jedes SUP mit Namen und Anschrift des Eigentümers beschriftet sein muss. Der Grund: Wird ein Board gefunden, erleichtert das die Suche nach dem Besitzer – und schafft Klarheit, ob dieser möglicherweise verunglückt ist.
Weitere Regeln der BSO für Stand-up-Paddler sind:
- Vorfahrt beachten! Es gilt: Windkraft vor Muskelkraft vor Motorkraft
- Rot-weiße Schilder und Bojen beachten! Sie markieren Sperrgebiete wie zum Beispiel Naturschutzgebiete oder Hafeneinfahrten
- Bei schlechter Sicht oder Dunkelheit: weißes Rundumlicht dabeihaben!
Alle diese Regeln gelten unter anderem auch für Schlauchboot-, Kanu-, Rennruderbootfahrer. Wer sich mehr als 300 Meter vom Ufer entfernt, muss zudem eine zertifizierte Schwimm- beziehungsweise Rettungsweste tragen.
Diese Strafen drohen Stand-up-Paddlern auf dem Bodensee
Wer die Rettungsweste nicht mit sich führt und von der Wasserschutzpolizei erwischt wird, muss blechen: 75 Euro kostet das Vergehen. Noch teurer kann es für Paddler werden, die sich unerlaubt in einem Hafenbereich aufhalten – bis zu 100 Euro Bußgeld sind möglich.

Mit einem Bußgeld von 40 Euro müssen Paddler rechnen, wenn sie die Seezeichen missachten. Wer sein Board nicht kennzeichnet und beschriftet, muss 60 Euro zahlen.
Schwimmen im Bodensee – diese Regeln gelten
Auch Schwimmer müssen sich im Bodensee an gewisse Regeln halten. Eine betrifft, wie bei den Paddlern, die Entfernung zum Ufer. Wer die 300-Meter-Zone verlässt, muss eine Boje mit sich führen, um besser gesehen werden zu können.

Ebenfalls wichtig: Grundsätzlich ist das Schwimmen nur an öffentlichen Badestellen erlaubt. Außerhalb dieser müssen Schwimmer und Taucher einen Abstand von 100 Metern zu Anlegestellen und Hafeneinfahrten halten, um nicht in den Weg von Schiffen und Booten zu gelangen und damit sich und andere zu gefährden. Nicht zulässig ist es außerdem, sich an Wasserfahrzeuge dranzuhängen und mitziehen zu lassen.

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