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Revision abgelehnt: Zehneinhalb Jahre Haft für Babybrei-Erpresser

Tödliches Gift in Babynahrung gemischt

Revision abgelehnt: Zehneinhalb Jahre Haft für Babybrei-Erpresser

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    Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Babybrei-Erpressers gegen das Urteil vom Juni 2020 verworfen.(Symbolbild)
    Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Babybrei-Erpressers gegen das Urteil vom Juni 2020 verworfen.(Symbolbild) Foto: Alexander Kaya

    Das Urteil gegen den sogenannten Babybrei-Erpresser ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten als offensichtlich unbegründet verworfen. Die zweite Kammer des Landgerichts Ravensburg hatte den Mann am 12. Juni 2020 wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt. In einem ersten Prozess war der Mann zunächst zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Gegen dieses erste Urteil hatte er erfolgreich Revision eingelegt.

    Tödliches Gift in Babynahrung gemischt

    Wie berichtet hatte der damals 53-Jährige ein geruchloses und süßlich schmeckendes Gift in insgesamt fünf Gläser Babynahrung gemischt und diese in verschiedenen Geschäften in Friedrichshafen platziert. Nach Angaben der Justiz enthielten die Gläser eine drei bis fünffach tödliche Dosis des Gifts Ethylenglycol.

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    Zum Zeitpunkt der Erpressung in "desolater finanzieller Situation"

    Der Angeklagte habe sich zum Tatzeitpunkt in einer "desolaten finanziellen Situation befunden", so der Bundesgerichtshof. Von den erpressten Unternehmen hatte der Täter insgesamt 11,75 Millionen Euro gefordert. Die Tat hatte der Mann über mehrere Monate vorbereitet.

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