Heute wird an der Uhr gedreht: Umstellung auf Winterzeit 2023: Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?

23. Oktober 2023 21:45 Uhr von Redaktion all-in.de
Am letzten Sonntag im Oktober beginnt die sogenannte Winterzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Uhr vor oder zurück? Mit der Zeitumstellung 2023 im Oktober beginnt wieder die Winterzeit.
picture alliance/dpa | Sina Schuldt

Heute Nacht wird ie Uhr wieder umgestellt. Mit der Zeitumstellung beginnt wieder die Winterzeit. Doch muss man die Uhr vor oder zurückdrehen? Die Antwort und alle Infos.

Die nächste Zeitumstellung naht. Dann beginnt die Winterzeit 2023. Vor allem Langschläfer können sich freuen, denn sie bekommen mit der nächsten Uhrumstellung eine Stunde "zurück". Muss ich die Uhr vor oder zurück stellen? Wie lange gilt die Winterzeit 2023? Die Antworten im Überblick.

Wann heißt es Uhr umstellen auf Winterzeit 2023?

Beginn der Winterzeit 2023 - die eigentlich ja die Normalzeit ist - ist am Sonntag, 29. Oktober

Zeitumstellung auf Winterzeit: Wird die Uhr vor oder zurück gestellt?

Winterzeit heißt, dass die Uhr eine Stunde zurückgestellt wird. In der heutigen Nacht auf Sonntag, 29. Oktober, stellt man also die Uhr von 3 Uhr nachts auf 2 Uhr nachts um. Das bedeutet, dass man morgens eine Stunde länger schlafen kann. Die Stunde, die uns im Frühjahr zu Beginn der Sommerzeit gestohlen wurde, bekommen wir dann also wieder zurück.

Beginn der Winterzeit: Wie funktioniert die Umstellung technisch?

In Deutschland ist dafür die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zuständig. Experten des Instituts sorgen dafür, dass über einen Langwellensender bei Frankfurt/Main alle Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren der Industrie mit dem Signal zur Umstellung versorgt werden. Der Vorgang wird vorher bis ins Detail einprogrammiert.

Wie lange gilt die Winterzeit dann?

Bis Ende März 2024. Dann werden die Zeiger wieder um eine Stunde vorgedreht - die nächste Sommerzeit beginnt.

Die Abschaffung der Zeitumstellung war doch schon beschlossen. Warum ist daraus nichts geworden?

Tatsächlich sollte die Zeitumstellung eigentlich abgeschafft werden, so zumindest beschloss es das Europäische Parlament 2019. Dass es dazu kommt, ist aber mehr als fraglich, weil es keine ausreichende Mehrheit unter den 27 Mitgliedstaaten gibt, welche Zeit künftig gelten soll. Es fehle derzeit eine europaweite Folgenabschätzung, hieß es. Bei einer dauerhaften Sommerzeit würde es im Westen des Kontinents im Winter nämlich sehr spät hell werden. Bei einer ständigen Winterzeit würde die Sonne im Sommer im Osten sehr früh aufgehen.

Ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen unter Nachbarstaaten soll aber vermieden werden. Daher wird es in naher Zukunft wohl auch weiterhin eine Umstellung auf Sommerzeit und Winterzeit geben. Denn eine EU-weite Einigung ist nicht in Sicht.

Was bringt das Uhr umstellen auf Winterzeit und Sommerzeit?

Faktisch nichts. Die einstige Idee, durch Sommerzeit und Winterzeit könne man Energie sparen, hat sich als Fehleinschätzung erwiesen. Die Zeitumstellung spare keine Energie, heißt es etwa beim Umweltbundesamt. Mehr Erfolg habe man etwa durch weniger heizen und mehr Dämmung. Kurz duschen statt baden und effiziente Geräte bei energieintensiver Haushaltselektronik wie Kühlschrank und Herd gehören den Angaben zufolge zu den Bereichen, wo sich mit am meisten sparen lässt.

Eine Sprecherin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft geht ebenfalls von geringen Auswirkungen bei einer Abschaffung der Zeitumstellung aus. "Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich an hellen Sommerabenden weniger Strom für Licht verbraucht, dafür wird im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden hingegen mehr geheizt." Das hebe sich gegenseitig auf. "Der Dreh am Zeiger zur Winter- und Sommerzeit bringt demnach keine spürbare Energieeinsparung."

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