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EVG ruft ab Sonntag zum Mega-Warnstreik bei der Bahn auf

Dritter bundesweiter Warnstreik bei der Bahn

EVG ruft ab Sonntag zum Mega-Warnstreik bei der Bahn auf

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    Die EVG ruft ab Sonntagabend bis einschließlich Dienstag zum bundesweiten Warnstreik bei der Bahn auf. (Symbolfoto)
    Die EVG ruft ab Sonntagabend bis einschließlich Dienstag zum bundesweiten Warnstreik bei der Bahn auf. (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner

    Die EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) ruft ihre Mitglieder dazu auf, von Sonntag, 14. Mai, ab 22:00 Uhr bis einschließlich Dienstag, 16. Mai, 24:00 Uhr ihre Arbeit niederzulegen. Laut der Gewerkschaft werden vom Warnstreik alle der rund 50 Eisenbahn- und Verkehrsunternehmen betroffen sein, die aus Sicht der EVG in den Tarifverhandlungen noch keine wesentlichen Fortschritte erzielt haben. 

    EVG fordert eine erhebliche Nachbesserung der bisherigen Angebote 

    „Die meisten Arbeitgeber zögern und zaudern auch in der zweiten Verhandlungsrunde; es geht – wenn überhaupt – nur mühsam voran. Wir werden deshalb noch einmal unübersehbar signalisieren, dass die vorliegenden Angebote erheblich nachgebessert werden müssen. Da sich an den Verhandlungstischen nur wenig bewegt, wird jetzt noch einmal gestreikt“, sagte EVG-Tarifvorstand Cosima Ingenschay. 

    Nach Ansicht der Gewerkschaft wird der lange Warnstreik vor allem im Cargo-Bereich spürbare Folgen und damit auch wirtschaftliche Auswirkungen haben. „Aus eigener Überzeugung scheint die Deutsche Bahn kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen zu wollen, offensichtlich ist dazu erheblicher Druck nötig. Deshalb setzen wir jetzt einen neuen Akzent“, sagte Kristian Loroch, stellvertretende EVG-Vorsitzender.

    Angebot der Deutschen Bahn ist für EVG inakzeptabel

    „Unsere Tarifkommissionen haben klare Forderungen für die Tarifrunde formuliert, unsere Aufgabe ist es, diese jetzt durchzusetzen." Aus der Vergangenheit habe die EVG gelernt, dass es in den Angeboten der Deutschen Bahn häufig ein Hintertürchen gebe, mit dem vermeintliche Erfolge wieder in Frage gestellt werden, wie aktuell beim Mindestlohn.

    Der Öffentlichkeit werde vorgegaukelt, das die Forderungen der EVG erfüllt werden. Die Realität sehe jedoch anders aus. „Bei allen, die bei der DB AG am wenigsten verdienen, wäre bei 13 Euro Schluss, egal, wie hoch die Lohnerhöhung tatsächlich ausfallen würde", klagt Loroch. Diese Benachteiligung müsse weg. "Da gibt es für uns keinerlei Verhandlungsspielraum." Das Angebot, das die Deutsche Bahn bisher vorgelegt habe, sei für die EVG inakzeptabel, weil es nicht auf die Forderungen der EVG eingehe. 

    Deshalb wolle die Gewerkschaft mit dem über zweitägigen Warnstreik noch einmal den Druck erhöhen. "Wir werden dabei aber stets die Verhältnismäßigkeit wahren“, sagt EVG-Tarifvorstand Cosima Ingenschay.

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