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WHO-Europa-Direktor Kluge: "Corona-Omikron-Welle bewegt sich nach Osten!"

Warnung der Welt-Gesundheits-Organisation

WHO-Europa-Direktor Kluge: "Corona-Omikron-Welle bewegt sich nach Osten!"

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    Dr. Hans Henri P. Kluge, Regionaldirektors des WHO-Regionalbüros für Europa (Mitte)
    Dr. Hans Henri P. Kluge, Regionaldirektors des WHO-Regionalbüros für Europa (Mitte) Foto: picture alliance/dpa/TASS | Alexander Demianchuk

    Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) hat in einer Erklärung davor gewarnt, dass sich die Omikron-Variante des Coronavirus' Richtung Ost-Europa bewegt. Verfasser der Erklärung ist der Regionaldirektor des WHO-Regionalbüros für Europa, Dr. Hans Henri P. Kluge. "In den letzten zwei Wochen haben sich die Fälle von Covid-19 in sechs Ländern in diesem Teil der Region (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Russische Föderation und Ukraine) mehr als verdoppelt", heißt es in der Erklärung. Die Omikron-Welle bewege sich wie erwartet nach Osten. 

    "Impfung ist die beste Verteidigung"

    Besonders prekär: In einigen osteuropäischen Ländern sei die Impfquote noch viel zu niedrig. "Die Impfung bleibt unsere beste Verteidigung gegen schwere Krankheiten und Tod für alle derzeit im Umlauf befindlichen Covid-19-Virusvarianten", so Kluge. Und weiter: "Zu viele Menschen mit höherem Risiko bleiben jedoch ungeschützt: Weniger als 40 % der über 60-Jährigen in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kirgisistan, der Ukraine und Usbekistan haben ihre Covid-19-Impfstoffserie abgeschlossen."

    Lage weiterhin ernst!

    In der gesamten Europäischen Region der WHO gab es laut Kluge bis jetzt 1,8 Millionen Todesfälle durch Covid-19, davon allein 25.000 in der vergangenen Woche. "Die Gesundheitssysteme werden zunehmend belastet, nicht zuletzt, weil die Fälle unter den Beschäftigten im Gesundheitswesen eskalieren", heißt es in der Erklärung.

    Warnung: "Maßnahmen nicht zurücknehmen!"

    Kluge fordert in seiner Erklärung Regierungen, Gesundheitsbehörden und relevante Partner auf, die lokalen Gründe für die geringere Nachfrage und Akzeptanz von Impfstoffen genau zu untersuchen. Demnach braucht es "dringend maßgeschneiderte Maßnahmen zur Erhöhung der Impfraten", heißt es. Angesichts der Omicron-Flutwelle und weil auch die Delta-Variante immer noch weit im Osten zirkuliere, sei jetzt "nicht der richtige Zeitpunkt, um Maßnahmen aufzuheben, von denen wir wissen, dass sie zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 beitragen", so Kluge.

    Dazu gehören aus seiner Sicht folgende Maßnahmen:

    • die Vermeidung geschlossener, beengter oder überfüllter Orte
    • das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen mit anderen Personen
    • die Verbesserung der Belüftung, wo immer möglich
    • der Einsatz von Schnelltests zur frühzeitigen Erkennung von Fällen

    Dennoch: "Botschaft der Hoffnung"

    Nichtsdestotrotz sendet WHO-Regionaldirektor Kluge auch eine "Botschaft der Hoffnung" mit seiner Erklärung. Obwohl man nie wissen können, welche neuen Varianten des Virus auftauchen werden, gäbe es mehrere Faktoren, die "zu unseren Gunsten" arbeiten, so Kluge: "Dies sind ein hohes Maß an Immunität, das durch eine Infektion oder vorzugsweise eine Impfung erlangt wurde, das Ende der Wintersaison mit weniger Menschen, die sich in Innenräumen vermischen, und der geringere Schweregrad von Omicron bei vollständig geimpften Personen." Man müsse diese Atempause nutzen, um die Übertragung von COVID-19 vollständig unter Kontrolle zu bringen und die akute Phase der Pandemie zu beenden, vor allem mit der "Maximierung der Durchimpfungsrate unter besonderer Berücksichtigung der Gruppen mit geringer Inanspruchnahme, gekoppelt mit grenzüberschreitender gemeinsamer Nutzung von Impfstoffen", ist sich Kluge sicher.Hinweis: sämtliche Übersetzungen aus der englischsprachigen Erklärung: Google-Translator

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