In der vorerst letzten Bundestagssitzung vor der Bundestagswahl ging es noch einmal hoch her. Die Marschrichtung war dabei relativ schnell klar: Alle gingen noch ein letztes Mal auf Angriff. Neben Angela Merkel hielten unter anderem auch die drei Kanzlerkandidat(inn)en Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Die Grünen) flammende Reden.
Scholz lehnt Zwischenfrage ab
Nicht selten wurden die Redner dabei durch Zwischenrufe unterbrochen und teilweise gestört. Olaf Scholz beispielsweise lehnte eine Zwischenfrage von Beatrix von Storch (AfD) ab. Begründung: Er wolle eine Diskussion führen, die zielführend ist. Das, vermute er, sei in diesem Fall aber nicht möglich. Die Folge waren laute Zwischenrufe aus der AfD-Fraktion.
Angela Merkel wirbt für Laschet
Auch die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel war auf Konfrontationskurs. Sie warb intensiv für den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet und warnte im gleichen Zug vor einer Koalition zwischen Rot-Grün-Rot: "Die Bürgerinnen und Bürger haben in wenigen Tagen die Wahl, entweder eine Regierung, die mit SPD und Grünen die Unterstützung der Linken in Kauf nimmt, zumindest sie nicht ausschließt oder eine von CDU und Armin Laschet geführte Bundesregierung," so Merkel. Zwischenrufe wie "Schämen Sie sich" aus der Linken Fraktion beantwortete sie lediglich mit: "Ich sage ja nur die Wahrheit."
Baerbock stellt Zwischenfrage an Armin Laschet
Während der Rede von Armin Laschet stellte Annalena Baerbock eine Zwischenfrage, die Laschet auch zuließ. Die Zwischenfrage sehen Sie hier: Laschet bezeichnete einen Großteil von Baerbocks Aussagen als faktisch falsch und richtete sich am Ende seiner Rede noch an die Linken und an die AfD. Mit einer mehr als deutlichen Aussage, mit der Linken nicht zu koalieren und mit der AfD nicht einmal Diskussionen führen zu wollen.
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