Die Verantwortlichen und Spieler des Handball-Landesligisten TV Immenstadt machen sich langsam mit dem Gedanken vertraut, dass der Klassenerhalt nur noch über die Relegation zu erreichen ist. Die Städtler verloren am Wochenende mit 16:23 beim TSV Friedberg und bleiben auf dem drittletzten Platz in der Tabelle.
Der TV Immenstadt hatte sich gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt viel vorgenommen. Aber es sollte alles anders kommen als geplant. Von den angeblichen Verletzungssorgen der Gastgeber war plötzlich keine Rede mehr. Die Gastgeber schickten wie vermutet, Akteure der ersten Mannschaft, die in der 3. Liga spíelt, aufs Feld. So zum Beispiel Mirosllav Ilic, den Spielmacher des TSV Friedberg I. Im Tor stand Michael Luderschmid, ebenfalls aus dem Kader der ersten Mannschaft.
Immenstadt begann sehr nervös und lag nach hektischen Abschlüssen schnell mit 0:3 in Rückstand. Erst jetzt fanden die Städtler ins Spiel und warfen die ersten Tore.
Allerdings war bereits in der Anfangsphase zu erkennen, dass die Friedberger Abwehr sehr massiv stand und den Rückraumakteuren der Gäste um Kapitän Mathias Tilig kaum Platz für Aktionen ließ. Erst Mitte der ersten Halbzeit gelang es Immenstadt, nicht zuletzt durch Friedberger Nachlässigkeiten, zum 8:8 auszugleichen. Aber Friedberg fing sich wieder und ging bis zur Pause mit 12:9 in Führung.
Gute Defensive der Gastgeber
Nach der Halbzeit das gleiche Bild. Immenstadt musste um jedes Tor gegen eine gut aufgestellte Friedberger Abwehr kämpfen, und im Gegenzug kamen die Gastgeber zu relativ leichten Toren gegen eine teilweise lückenhafte TVI-Abwehr. Simon Weigl erwischte einen sehr guten Tag und verhinderte Schlimmeres.
Im schnellen Spiel nach vorne machte sich das Fehlen von Holzmann und Steurer bemerkbar. Denn in der gesamten Partie gelang den Oberallgäuern kein einziger Gegenstoßtreffer. Beim Stand von 16:14 für Friedberg konnten die Immenstädter zwar noch einmal aufschließen, aber eine ernste Gefahr bestand für die Friedberger nicht mehr. Beim Stand von 23:16 für die Gastgeber erfolgte der Schlusspfiff. Gegen Friedberg könne man 23 Tore bekommen, 'aber 16 Treffer sind einfach zu wenig', sagte Co-Trainer Andi Landerer nach dem Spiel.
Für Immenstadt stehen noch zwei Begegnungen (Heimspiel am 22. April gegen Niederraunau und Auswärtspartie am 28. April in Kissing) an. Dabei gilt es, den TSV Schwabmünchen hinter sich zu halten, der sich auf dem direkten Abstiegsplatz befindet.
Möglicher Gegner der Städtler in der Relegation wäre Amberg.