Tatserie aus dem Sommer offenbar geklärt: Zwei Jugendliche (15 und 16) sollen in Immenstadt über 30 Straftaten begangen haben

4. Oktober 2023 10:09 Uhr von Redaktion all-in.de
Die Polizei Immenstadt hat offenbar eine Tatserie aus dem diesjährigen Sommer aufgeklärt. Zwei Jugendliche sollen zwischen März und August insgesamt 30 Straftaten begangen haben. Darunter Sachbeschädigungen Einbrüche und auch ein versuchter Raubüberfall. (Symbolbild)
Die Polizei Immenstadt hat offenbar eine Tatserie aus dem diesjährigen Sommer aufgeklärt. Zwei Jugendliche sollen zwischen März und August insgesamt 30 Straftaten begangen haben. Darunter Sachbeschädigungen Einbrüche und auch ein versuchter Raubüberfall. (Symbolbild)
Hannah Kronschnabl

Ermittler der Polizei Immenstadt haben eine Tatserie aus dem diesjährigen Sommer aufgeklärt. Zwei 15 und 16 Jahre alte Verdächtige sollen knapp 30 Straftaten begangen haben.

Die Ermittler der PI Immenstadt waren im Zeitraum zwischen März und August dieses Jahres mit der Bearbeitung von etwa 30 Straftaten beschäftigt. Darunter Einbrüche in Vereinsheime, Freibäder und Geschäfte, Laden- und Fahrraddiebstähle sowie mutwillige Sachbeschädigungen an öffentlichen Plätzen, Schulen und Freizeiteinrichtungen. 

Sachbeschädigung und Einbrüche

Besonders hervorzuheben sind die Sachbeschädigungen an geparkten Autos am Klinikum Immenstadt über einen längeren Zeitraum. Die Täter hatten mit Steinen die Scheiben eingeworfen und in einem Fall einen Geldbeutel aus dem Auto entwendet. Der Sachschaden betrug knapp 11.000 Euro. Ebenfalls über mehrere Wochen wurde in insgesamt fünf Objekte eingebrochen und Bargeld im unteren dreistelligen Bereich gestohlen.

Blinde Zerstörungswut und Wettstreit als Tatmotive

Laut Polizei war in allen Fällen der Sachschaden in Höhe von etwa 6.000 Euro deutlich höher als der Beuteschaden. Im Bereich der Mittelschule Immenstadt und dem Auwaldzentrum ereigneten sich in regelmäßigen Abständen immer wieder Sachbeschädigungen. Tatmotiv war hier blinde Zerstörungswut. Die Polizei geht außerdem davon aus, dass die Jugendlichen sich eine Art Wettstreit über die Anzahl der begangenen Straftaten lieferten.

Täter keine Unbekannten

Durch umfangreiche Ermittlungen, insbesondere der akribischen Sicherung von Tatortspuren, klärten die Ermittler der Polizeiinspektion Immenstadt zwischenzeitlich einen Großteil dieser Straftaten. Tatverdächtig sind in diesen Fällen unter anderem zwei jugendliche Intensivtäter im Alter von 15 und 16 Jahren. Beide waren der Polizei bereits wegen ähnlicher Delikte aus dem Vorjahr bekannt.

Versuchter Raubüberfall am Rauhenzeller See

Die beiden stehen auch im Verdacht, im Mai dieses Jahres versucht zu haben ein Ehepaar am Rauhenzeller See zu überfallen. Die Ermittlungen führte in diesem Fall die Kripo Kempten in Zusammenwirken mit der Polizei Immenstadt. Die Ermittler brachten beide Intensivtäter wegen der zahlreichen Delikte bei der Staatsanwaltschaft Kempten zur Anzeige.