Ausstrahlung am 11. Oktober: Brutaler Überfall auf Kurier in Haldenwang: Polizei wendet sich an "Aktenzeichen XY"

9. Oktober 2023 17:53 Uhr von Redaktion all-in.de
Im Fall eines brutalen Überfalls in Haldenwang wendet sich die Polizei an die Sendung 'Aktenzeichen XY ungelöst'. Die Ermittler erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse die zur Ergreifung der Täter führen könnten. (Archivbild)
Im Fall eines brutalen Überfalls in Haldenwang wendet sich die Polizei an die Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst". Die Ermittler erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse die zur Ergreifung der Täter führen könnten. (Archivbild)
picture alliance / Matthias Balk/dpa | Matthias Balk

Im Dezember vergangenen Jahres hatten Unbekannte in Haldenwang (Landkreis Günzburg) einen Kurierfahrer brutal überfallen. Die Polizei hat in dem Fall bisher keine Hinweise auf die Täter und startet nun in der Sendung "Aktenzeichen XY" einen Zeugenaufruf.

Am 11. Oktober stellen Ermittler der Neu-Ulmer Kriminalpolizei in der Sendung "Aktenzeichen XY" den Fall vom 21. Dezember 2022 vor. Die bislang noch unbekannten Täter hatten mehrfach auf das Opfer eingeschlagen und anschließend einen Teil der Ladung gestohlen. Einer Pressemitteilung der Polizei zufolge wurde die Tat von Videokameras aufgezeichnet, Ausschnitte daraus sind in der Sendung zu sehen.

Täter erbeuten Gegenstände im Wert von bist zu 25.000 Euro

Ersten Erkenntnissen zufolge soll es sich bei den Tätern um drei Männer gehandelt haben. Einer von ihnen hatte auf den 24-jährigen Kurierfahrer eingetreten und eingeschlagen. Seine Komplizen konnten derweil insgesamt vier sogenannte "Safebags" erbeuten, einer der beiden soll auch eine Schusswaffe bei sich getragen haben. In diesen "Safebags" waren vor dem Raub Päckchen mit verschiedensten Gegenständen im Gesamtwert von rund 20.000 bis 25.000 Euro. Die Gegenstände werden im Rahmen der Sendung teilweise vorgestellt.

Täter vermutlich mit Fahrzeug geflüchtet

Laut Polizei hat ein Zeuge in Konzenberg rund eine halbe Stunde vor dem brutalen Überfall einen dunklen Transporter bemerkt, in dem die drei mutmaßlichen Täter gesessen haben sollen. Einer der Männer soll geraucht haben, das Fahrzeug hatte ein rumänisches Kennzeichen. Nach dem Überfall flohen die drei über den Hof vermutlich in ein nahegelegenes Waldstück. Die Ermittler vermuten, dass die Täter dann mit einem Fahrzeug auf die A8 in Richtung München geflohen sind.

 

Zeugen meldeten am nächsten Tag den Fund der geraubten leeren "Safebags" nahe der Anschlussstelle Odelzhausen, rund 70 Kilometer vom Tatort entfernt, auf Höhe des Ortes Sulzemoos/Orthofen. 

Beschreibung der Täter

Die Ermittler setzen außerdem ihre Hoffnungen auf weitere Zeugenaussagen zu den drei unbekannten Tätern. Diese waren alle im Alter zwischen 25 und 35 Jahren und rund 185 cm groß. Darüber hinaus gibt es folgende Beschreibung:

  • Täter 1: sehr sportlich, eventuell Kampfsportler
  • Täter 2: bewaffnet mit einer Schusswaffe, Bauchansatz, bewegte sich träger
  • Täter 3: normale bis kräftige Statur, helle Maske, Schuhe mit hellen Applikationen

Die Kripo richtet folgende Frage an die Bevölkerung:

  • Wer hat im Vorfeld oder nach der Tat eventuell die drei Personen wahrgenommen?
  • Wer kann nähere Angaben zu dem beobachteten Transporter machen?
  • Wem sind in Haldenwang oder Konzenberg Personen oder ein Trio aufgefallen?
  • Wer hat die Personen oder ein Fahrzeug bei ihrer Flucht oder danach auf der A8 beobachtet?
  • Wem ist aufgefallen, dass die "Safebags" bei Sulzemoos/Orthofen entsorgt wurden?

Zudem appellieren die Ermittler an mögliche Mitwisser der Tat: Das 24-jährige Opfer wurde unnötig brutal angegriffen, die Täter haben sogar den möglichen Tod des Mannes in Kauf genommen. Mögliche Mitwisser können sich anonym an die Polizei wenden und so dabei helfen, dieses brutale Verbrechen aufzuklären.