Autofahrer fährt mit 30 km/h über die A96 bei Holzgünz
Auf dem Weg zum Dienst fiel am frühen Samstagmorgen einer Polizistin der Polizeiinspektion Memmingen ein Auto auf der A96 bei Holzgünz (Unterallgäu) auf. Der Grund: Das Auto fuhr mit gerade einmal 30 km/h über die Autobahn, berichtet die Polizei. Der Beamtin gelang es den Wagen anzuhalten. Als sie das Gespräch mit dem Fahrer suchte, schlug ihr Alkoholgeruch entgegen. Die Polizistin nahm daraufhin dem 47-jährigen Mann, der allein im Auto saß, die Autoschlüssel ab und informierte die Einsatzzentrale der Polizei.
Autofahrer hat 2,38 Promille Alkohol intus
Nachdem zwei Polizeistreifen vor Ort eingetroffen waren, musste der Autofahrer einen Atemalkoholtest machen. Und dieser ergab einen Wert von 2,38 Promille.
Betrunkener Autofahrer muss Führerschein abgeben und 7.000 Euro hinterlegen
Weil der deutsche Fahrer in der Schweiz wohnt, musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen 7.000 Euro hinterlegen. Außerdem muss er sich für längere Zeit von seinem Führerschein verabschieden. "Dank des umgehenden und besonnen Eingreifens der Polizeibeamtin wurden keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet oder geschädigt", heißt es im Polizeibericht.
Unter Alkoholeinfluss ans Steuer: Diese Strafen drohen
Wer sich mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille und mehr ans Steuer seines Autos setzt und von der Polizei erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese wird unterschiedlich bestraft.
- Erstverstoß: 500 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
- Zweitverstoß: 1000 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
- Weiterer Verstoß: 1500 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
Wer mit dieser Alkoholisierung jedoch einen Unfall baut, muss mit härteren Strafen rechnen. Diese reichen von Führerscheinentzug bis zur Freiheitsstrafe.
Ab 1,1 Promille ist die sogenannte "absolute Fahruntüchtigkeit" erreicht. Dann ist das Risiko, einen Unfall zu bauen, 10 Mal so hoch als im nüchternem Zustand. Wer mit solch einer hohen Alkoholisierung Auto fährt, der muss mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen - egal, ob er einen Unfall baut oder nicht.
Diese Strafen drohen:
- eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.
- Der Führerschein wird für einen Zeitraum von 6 Monaten bis zu 5 Jahren oder sogar dauerhaft entzogen.
- 3 Punkte in Flensburg
Wer 1,6 Promille oder mehr intus hat, der muss zusätzlich zur medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Die Behörden gehen dann davon aus, dass mit großer Wahrscheinlichkeit ein chronischer Alkoholmissbrauch vorliegt.