Tierrechtsaktivisten haben an Heiligabend einen Weihnachtsgottesdienst im Münchner Stadtteil Lehel gestürmt. Der Grund: Die Menschen sollen keinen Festtagsbraten mehr essen, berichtet eine Lokalzeitung.
Vier Tierrechtsaktivisten stürmen Weihnachtsgottesdienst in München
Laut der Münchner Polizei stürmten zwei Frauen und zwei Männer den Weihnachtsgottesdienst gegen 17:30 Uhr. Die Tierrechtsaktivisten entrollten dabei mehrere Transparente und machten Durchsagen per Megafon. Nachdem die Aktivisten die Kirche nach einer Aufforderung nicht verlassen wollten, seien diese durch mehrere anwesende Personen zum Ausgang gebracht worden.
Weihnachtsgottesdienst gestürmt: Aktivisten stammen aus Deutschland und Österreich
Die Polizei eilte daraufhin mit mehreren Streifenwagen zum Einsatzort und brachte die vier Aktivisten zur Dienststelle. Die Transparente und das Megafon seien zudem beschlagnahmt worden, heißt es im Polizeibericht weiter. Gegen die zwei Frauen im Alter von 24 und 25 Jahren und die beiden 30, bzw. 34 Jahre alten Männer wurden Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und der Störung der Religionsausübung erstattet. Alle vier Personen konnten die Polizeiwache im Anschluss wieder verlassen - die 24-Jährige Frau musste jedoch eine Sicherheitsleistung bezahlen.
Tierschutzaktivisten sollen Straftat begangen haben
Nach Angaben der Polizei stammten die Aktivisten aus Österreich, der Stadt München, dem Landkreis Berchtesgadener Land und dem Landkreis Dachau. Die Kripo München hat die Ermittlungen übernommen. Die Störung der Religionsausübung ist laut §167 des StGB eine Straftat. Diese wird mit einer Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet.
Weihnachtsgottesdienst in München gestört - Aktivisten gegen Weihnachtsbraten
Laut einer Münchner Boulevardzeitung hatten die Aktivisten gegen den Verzehr von Weihnachtsbraten protestiert. Der betroffene Gottesdienst soll in der St.-Anna-Kirche im Stadtteil Lehel stattgefunden haben, heißt es weiter.