Startseite
Icon Pfeil nach unten
Blaulicht
Icon Pfeil nach unten

Taxifahrer verhindert Callcenter-Betrug in Nürnberg

Nürnberg

Fahrgast kam ihm verdächtig vor: Taxifahrer verhindert Callcenter-Betrug

    • |
    • |
    • |
    Ein Taxi-Schild ist auf dem Dach eines Fahrzeuges befestigt. (zu dpa: «Im Taxi von Schleswig-Holstein gen Rügen, aber ohne Geld») +++ dpa-Bildfunk +++
    Ein Taxi-Schild ist auf dem Dach eines Fahrzeuges befestigt. (zu dpa: «Im Taxi von Schleswig-Holstein gen Rügen, aber ohne Geld») +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

    In Nürnberg hat ein Taxifahrer in letzter Minute einen Callcenter-Betrug vereitelt. Als der 63-Jährige einen Fahrgast mit an Bord nahm, kam ihm ein Verdacht. Daraufhin schaltete er die Polizei ein.

    Fahrgast verhält sich merkwürdig - Taxifahrer schöpft Verdacht

    Der Taxifahrer meldete sich am Montagnachmittag beim Notruf der Polizei. Laut Angaben der Polizei Mittelfranken erzählte er, dass er gerade einen Fahrgast nach Schwanstetten gefahren habe und er vermute, dass es sich bei dem Mann um einen Abholer im Fall eines Callcenter-Betrugs handeln könnte.

    Dem Fahrer kam unter anderem komisch vor, dass der Fahrgast von ihm verlangte, an der Zieladresse kurz zu warten, um ihn im Anschluss zurück nach Nürnberg zu fahren. Als der verdächtige Fahrgast zum Taxi zurückkehrte, legte er zunächst vorsichtshalber auf.

    Taxifahrer arbeitet mit Polizei zusammen

    Die Beamten in der Einsatzzentrale der Polizei konnten im weiteren Verlauf mit dem Taxifahrer wieder in Kontakt treten. Mit einer geschickten Gesprächsführung war es der Polizei so möglich, den Standort des Fahrzeugs herauszufinden, ohne dass der Fahrgast Verdacht schöpfte. Parallel fahndete die Polizei im Hintergrund nach dem Taxi. So konnte das Taxi schließlich an einer Tankstelle im Nürnberger Süden gefunden und angehalten werden.

    Wie die Polizei weiter berichtet, fanden die Beamten bei dem 27-jährigen Fahrgast eine größere Menge Bargeld sowie Schmuck im Gesamtwert von über 80.000 Euro. Daraufhin wurde der Tatverdächtige festgenommen.

    Polizei findet Opfer von Schockanruf

    Unklar war allerdings noch, wem die Wertgegenstände gehörten. Die Polizei nahm daher gleichzeitig Ermittlungen zur Herkunft des Schmucks an der Zieladresse des Taxis auf. Nach einigen Anwohnerbefragungen stießen die Beamten schließlich auf eine 79-jährige Frau.

    Die Seniorin hatte geglaubt, ihre Wertgegenstände einem Rechtsanwalts-Gehilfen übergeben zu haben. Sie war laut Angaben der Polizei offenbar das Opfer eines Schockanrufs. Die Betrüger hatten behauptet, dass ihr Sohn einen schweren Unfall verursacht habe.

    Verdächtiger sitzt hinter Gittern

    Gegen den 27-jährigen Tatverdächtigen stellte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftantrag. Er wurde zwischenzeitlich einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Ihren Schmuck hat die Seniorin der Polizei zufolge wieder zurückbekommen.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Registrieren sie sich

    Sie haben ein Konto? Hier anmelden