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Polizeieinsatz bei rechtsradikaler Lesung in Neu-Ulm

Einsatz

Rechtsradikale Veranstaltung beendet! Polizeieinsatz bei "Remigration"-Lesung in Neu-Ulm

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    In Neu-Ulm gab es am Freitagabend einen Polizeieinsatz. Grund war eine rechtsradikale Lesung, an der auch ein bekannter österreichischer Aktivist teilnehmen sollte. (Symbolbild)
    In Neu-Ulm gab es am Freitagabend einen Polizeieinsatz. Grund war eine rechtsradikale Lesung, an der auch ein bekannter österreichischer Aktivist teilnehmen sollte. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner

    Gegen 18:20 Uhr hat es am Freitagabend in einem ehemaligen Rockerclub in Neu-Ulm einen Polizeieinsatz gegeben. Wie die Polizei mitteilt, sollte der rechtsradikale Autor Martin Sellner aus Österreich dort eine Buchlesung zum Thema Remigration abhalten. Im Vorfeld hatten die Städte Ulm und Neu-Ulm jedoch ein Aufenthaltsverbot gegen Sellner erlassen.

    Polizeieinsatz bei Remigrations-Lesung in Neu-Ulm: Sellner nicht angetroffen

    Mehrere Polizeibeamte hätten den Rechtsradikalen vor Ort jedoch nicht ausfindig machen können. Stattdessen habe sich ein 25-jähriger Mann aus Chemnitz als Referent ausgegeben, so die Polizei. Insgesamt seien rund 30 Personen vor Ort angetroffen worden. 

    Rechtsradikale Lesung in Neu-Ulm beendet

    Aufgrund baulicher Mängel und einer fehlenden gaststättenrechtlichen Erlaubnis sei die Lesung in Absprache mit der Stadt und dem 60-jährigen Veranstalter beendet worden, berichtet die Polizei weiter. Ein Großteil der Teilnehmer verließ daraufhin den Club. Gegen zwei Personen musste die Polizei jedoch einen Platzverweis aussprechen. 

    Gegendemonstranten vor Veranstaltungsort in Neu-Ulm

    Vor dem Gebäude des ehemaligen Rockerclubs hatten sich 50 bis 70 Gegendemonstranten versammelt. Laut regionalen Medien konnte die Polizei nicht ausschließen, dass Martin Sellner den Veranstaltungsort zuvor über einen Hinterausgang verlassen konnte. Zudem lag der SWP ein Bild Sellners vor. Dieses soll ihn in dem Neu-Ulmer Club zeigen. 

    Einreiseverbote gegen Sellner verhängt

    Martin Seiler (35) stammt aus Wien und war mehrere Jahre ein Sprecher der Identitären Bewegung in Österreich. Seither hat er sich in rechtsradikalen Kreisen einen Namen gemacht und vertritt rassistische und völkische Positionen. Gegen Sellner wurden bereits Einreisesperren für mehrere Länder verhängt. Dazu zählten unter anderem Deutschland, Großbritannien, die USA, die Schweiz und Liechtenstein.

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