Nach einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Simbach am Inn am 16. Oktober 2021 hat die Polizei jetzt ein 42-jährigen Mann festgenommen. Der aus dem Landkreis Dingolfing-Landau stammende Verdächtige wurde bereits am 15. Dezember festgenommen. Nach Angaben der Polizei soll er einen Papiercontainer und Fußmatten an der Unterkunft in Brand gesteckt haben, um die Bewohner zu töten. Eine Auswertung des Chatverkehrs des 42-Jährigen ergeben den Verdacht, dass er die Tat aus Fremdenhass begangen hat. Er befindet sich seit seiner Verhaftung in Untersuchungshaft.
Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hat die Ermittlungen übernommen
Die Ermittlungen hat mittlerweile die Generalstaatsanwaltschaft München - Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus übernommen. Sie verdächtigt den Mann des versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung.
Mehrere Durchsuchungen Mitte Dezember
Im Zuge der Ermittlungen des Brandanschlags hatten Polizeikräfte Mitte Dezember mehrere Durchsuchungen durchgeführt. Diese fanden neben dem Landkreis Dingolfing-Landau auch in den Landkreisen Rottal-Inn, Deggendorf und in Bregenz (Vorarlberg) statt. Der Beschuldigte hat sich zur Tat bereits geäußert, nähere Informationen dazu sind aber noch nicht bekannt.
Derzeit keine Hinweise auf Mittäter
Laut der Generalstaatsanwaltschaft München gebe es derzeit keine Hinweise auf weitere Täter. Inwiefern der Mann Teil einer extremistischen Organisation ist, sei Gegenstand weiterer Ermittlungen. Bislang haben sich diesbezüglich aber noch keine Anhaltspunkte ergeben, die Generalstaatsanwaltschaft weiter.