„Man sieht auf den Bildern im Fernsehen ja auch Verpackungen aus Deutschland“, sagt Karl Heinz Lumer, Geschäftsführer des Zweckverbands für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK). Er meint damit die Bilder von Plastikmüll an Stränden oder in Meeren, die in den Nachrichten gezeigt werden. Der Frage, was mit den Plastikverpackungen aus dem Allgäu passiert, gehen jetzt der ZAK und der Lindauer Bund Naturschutz (BUND) nach. BUND-Kreisvorsitzender Erich Jörg will in einem Brief an den Zweckverband wissen, „was mit dem gesammelten Plastikmüll aus den Wertstoffhöfen und -inseln geschieht“. Doch die Antwort müssten andere geben, sagt Lumer. Denn der ZAK sammle zwar den Restmüll und die Wertstoffe, doch die Verantwortung, was damit passiert, liege bei den Dualen Systemen. Im vergangenen Jahr sind im ZAK-Gebiet (Kempten, Landkreise Oberallgäu und Lindau) insgesamt knapp 166.000 Tonnen Abfall angefallen: also beispielsweise Bioabfälle, Restmüll, Altpapier und Leichtverpackungen. „Unter Leichtverpackungen fallen zum Beispiel die Salami-Packungen“, sagt Lumer – und diese landen im Gelben Sack. Etwa 4.000 Tonnen Plastikmüll sind 2018 zusammengekommen. Gesammelt vom ZAK, weiterverwertet von den Dualen Systemen.
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