Alexander Hold nach Frontalzusammenstoß zweier Autos im Krankenhaus Fahrer des zweiten Wagens stirbt Von Stefan Binzer Sehr großes Glück hatte Fernseh-Richter Alexander Hold (39) aus Kempten bei einem schweren Verkehrsunfall mitten in der Nacht auf der B12. Am Samstag in der Früh um 2 Uhr war ein 27-jähriger Ostallgäuer mit seinem Pkw zwischen Kaufbeuren und Marktoberdorf frontal gegen den VW-Bus des TV-Stars geprallt. Während der Ostallgäuer noch an der Unfallstelle starb, kam Hold mit einem gebrochenen Fuß und einer Reihe blauer Flecken davon.
'Ich konnte überhaupt nicht mehr reagieren. Plötzlich kam mir auf meiner Seite ein Pkw entgegen', schilderte Hold gestern gegenüber unserer Zeitung den Unfall. Hold war vom Münchner SAT 1-Fernsehstudio unterwegs nach Kempten. Warum der 27-jährige Ostallgäuer auf die Gegenfahrbahn geraten war, ist der Polizei auch einen Tag nach der Karambolage ein Rätsel.
Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass beide Fahrzeuge nur noch Schrottwert haben. Die Polizei gibt den Sachschaden mit 27 000 Euro an. Zur Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft Kempten einen Sachverständigen eingeschaltet. Die B12 war nach dem Zusammenstoß bis kurz vor 6 Uhr gesperrt.
Hold geht es nach dem Unfall, 'erstaunlich gut'. Der Fernseh-Richter spricht von 'einem Wunder, dass ich das überlebt habe.' Wäre er nicht in seinem VW-Bus relativ hoch gesessen sondern in einem normalen Pkw, 'wäre der Unfall auch für mich wohl viel schlimmer ausgegangen.' Wie lange er noch das Bett im Kaufbeurer Krankenhaus hüten muss, weiß der 39-jährge Kemptener Jurist nicht. Und wie es mit seinem TV-Engagement weiter geht, kann er im Moment auch noch nicht sagen. SAT 1-Sprecherin Kristina Fassler meinte gestern auf Anfrage, 'wir überprüfen gerade, was wir nun machen.' Eine Woche lang sind die Ausstrahlungen von 'Richter Alexander Hold' gesichert, weil noch fünf Folgen aufgezeichnet sind. 'Sollte Herr Hold bis dahin noch nicht wieder vor die Kamera treten können, werden wir wohl Wiederholungen senden', so Fassler.
Weitere schwere Unfälle
Der Zusammenstoß auf der B12 war nicht der einzige schwere Unfall am vergangenen Wochenende im Allgäu. Bei Hergatz (Westallgäu) mussten nach einem Zusammenstoß auf der B12 eine 60-jährige Autofahrerin, ihr 63-jähriger Beifahrer und ein 67-jähriger Pkw-Lenker mit ernsten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der 67-Jährige hatte auf der B12 in Richtung Wangen abbiegen wollen, dabei jedoch das entgegenkommende Fahrzeug der 60-Jährigen übersehen. Wenige Kilometer weiter, in Zwirkenberg bei Gestratz (Westallgäu) kamen drei Insassen eines Pkw bei einem Unfall mit dem Schrecken davon. Der 22-jährige Fahrer hatte sich nach unten gebückt, um am Radio einen Sender einzustellen. Dabei kam er nach rechts von der Straße ab, schrammte gegen die Leitplanke und stürzte dann in die Argen. Dabei hatten die Insassen Glück, dass der Fluss zurzeit nur wenig Wasser führt. So konnten sich die jungen Leute selbst aus dem Auto befreien.
In Rot an der Rot bei Memmingen erlitt eine Frau lebensgefählich Verletzungen als sie von einem Auto erfasst wurde. Die 21-Jährige hatte am Straßenrand auf ihren Begleiter gewartet. Dabei wurde die Frau von einem Fahrzeug erfasst und zu Boden geschleudert. Der Unfallverursacher flüchtete. Der Unfall trug sich am Sonntag gegen 4.25 Uhr neben einem Gebäude auf der Verbindungsstraße zwischen Spindelwag und Mühlberg zu. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Nummer (07354) 4470. Alexander Hold