Zeltunterkunft in Dietmannsried ist leer
Weil es in den vergangenen beiden Wochen aus dem Ankerzentrum in Augsburg keine Zuweisungen in den Landkreis Oberallgäu gab, konnte die Auslastung in den Notunterkünften in Immenstadt, Dietmannsried und Sonthofen deutlich reduziert werden, berichtet das Landratsamt Oberallgäu.
Die Verantwortlichen des Landratsamtes nutzten die Zeit, um einen Großteil der Menschen in Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünfte zu verlegen. Die Zeltunterkunft in Dietmannsried ist nun leer, so das Landratsamt. In Immenstadt befinden sich derzeit noch rund 50 Menschen, in der Markthalle in Sonthofen sind aktuell noch etwa 40 Menschen untergebracht.
"So kurz vor Weihnachten und insbesondere mit Blick auf die aktuellen Sturm- und Starkregenprognosen ist es gut, dass wir die Menschen nun langfristig in festen Unterkünften, mit mehr Privatsphäre als in einer Notunterkunft, unterbringen konnten", sagte die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller (Freie Wähler). Sie dankte ihrem Team im Landratsamt sowie allen Ehrenamtlichen und Helfern für deren Einsatz. "Es ist gut, dass wir nun eine kleine Verschnaufpause haben und uns auf die kommenden Zuweisungen vorbereiten können."
Ab der zweiten Januarwoche könnte Zahl der Zuweisungen wieder steigen
Ab der zweiten Januarwoche, so lauten derzeit die Prognosen, könnte die Zahl der Zuweisungen ins Oberallgäu wieder steigen. Dafür laufen nach Angaben des Landratsamtes bereits die Vorbereitungen: Während die Sonthofener Markthalle nur noch bis Ende Januar zur Verfügung steht und das Zelt in Dietmannsried bis Ende Februar abgebaut sein muss, läuft derzeit der Aufbau der zweiten Notunterkunft in Immenstadt. Letzte Arbeiten laufen außerdem in Waltenhofen.
Flüchtlinge im Landkreis Oberallgäu
Derzeit leben in den 56 Unterkünften des Landkreises etwa 1.705 Menschen. Die Flüchtlinge kommen vor allem aus Syrien, der Türkei und Afghanistan. Um Flüchtlinge weiterhin unterbringen zu können, sucht das Landratsamt nach wie vor nach geeignetem Wohnraum.