Im Zuge der Corona-Pandemie hat besonders das Gastgewerbe stark gelitten. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt, haben rund 300 Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte die Branche verlassen. Grund dafür sind unter anderem die schlechten Arbeitsbedingungen und die schlechten Löhne.
Fachkräfte suchen sich neue Jobs
„Gastro- und Hotel-Beschäftigte arbeiten sowieso meist zu geringen Löhnen. Wenn es dann nur noch das deutlich niedrigere Kurzarbeitergeld gibt, wissen viele nicht, wie sie über die Runden kommen sollen“, so Mustafa Öz, Vorsitzender des NGG- Landesbezirks Bayern. Gut ausgebildete Fachkräfte würden eher in Anwalts- oder Arztpraxen die Büroorganisation übernehmen oder im Supermarkt für zwei Euro mehr pro Stunde an der Kasse sitzen.
Chance Branche neu aufzustellen
Öz betont weiter: „Am Ende geht es um einen Kulturwandel. Auch Servicekräfte haben ein Recht darauf, vor dem Dienst zu wissen, wann Feierabend ist. Sie haben Anspruch auf eine anständige Bezahlung – unabhängig vom Trinkgeld. Und auf eine faire Behandlung durch den Chef.“ Wirte und Chefs hätten nun die Chance die Branche neu aufzustellen und attraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen.