Bebauungsplan Johann-Georg-Fendt-Straße soll bei einer Umgestaltung zur Allee werden">

Artikel: Ein grüner Rand für das Zentrum

22. Juli 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung
beckmann

Bebauungsplan Johann-Georg-Fendt-Straße soll bei einer Umgestaltung zur Allee werden

Marktoberdorf | vit | Ein Grünstreifen entlang der Bahnlinie soll künftig das Marktoberdorfer Stadtzentrum zur Gewerbebebauung im Westen abgrenzen. Den entsprechenden Bebauungsplan-Entwurf stellte der Planer Rudolf Reiser nun im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss vor. Mittelfristig soll die Johann-Georg-Fendt-Straße zur Allee umgestaltet werden. Wann und wie die Pläne umgesetzt werden, ist aber unklar: Die Entwürfe seien nur eine "Willenserklärung", meinte Stadtbaumeister Peter Münsch. Denn momentan beherrscht das Bild noch ein dort ansässiger Schrotthandel, der allenfalls bei baulichen Veränderungen in Konflikt mit dem neuen Bebauungsplan kommen könnte.

Der Bebauungsplan, der vor der öffentlichen Auslegung noch vom Stadtrat gebilligt werden muss, umfasst das Gebiet zwischen dem Fendt-Heizwerk beim Landratsamt und dem Kaufmarkt. Im Osten bildet die Bahnhofsstraße die Grenze, im Westen die an die Fendt-Straße angrenzende Bebauung.

Kern des Plans ist eine auf 6,5 Meter Breite ausgebaute Fahrbahn für die Johann-Georg-Fendt-Straße mit begleitenden Pkw-Stellplätzen, Bäumen links und rechts der Straße sowie beidseitigem Geh- und Radweg mit drei Meter Breite. Vorgesehen ist aber auch, die Bahnhofstraße beidseitig mit Radweg zu versehen. Weitere Elemente des Konzepts sind;

l Radparkplatz nördlich des Bahnhofs, l Busbahnhof zwischen Bahnhof und Kreisverkehr l Park- and Rideplatz für Pendler südlich des Kreisverkehrs.

Kleingärten und Obstbäume

Auf der anderen Seite der Bahnlinie sieht der Plan eine Streuobstwiese vor, ferner Kleingärten, Gebäude, die für Gastronomie oder Vereine genutzt werden können, einen Brunnen sowie parkartige Anlage.

Auf Nachfragen der Stadträte empfahl Reiser, auf ein Parkdeck und eine neue Über- oder Unterführung zu verzichten, da dies im Bau und Unterhalt sehr teuer sei. Wegen des Altlastenverdachts beim Schrottplatz riet er dort zu einer öffentlichen Nutzung.

Reiser bestätigte auch die Bedenken von Ulrike Sigfrid (CSU), dass der Schüler-Radverkehr weiterhin auf der Bahnhofstraße stattfinden werde. Reiser schlug daher vor, auf dieser Achse über Tempo 30 nachzudenken. Franz Barnsteiner (Freie Wähler) und Peter Fendt (Bayernpartei) bezweifelten aber, ob dies auf dieser Hauptverkehrsachse sinnvoll sei. Fendt meinte, man solle dies nur auf die Schulwegzeiten beschränken. Diese Diskussion beendete Himmer mit dem Hinweis beendet, dass der Bebauungsplan diskutiert werde und nicht eine verkehrsrechtliche Anordnung.

Andreas Wachter (CSU) meinte, ein Grünzug schaue gut aus, aber die Fläche werde wohl kaum genutzt werden. Himmer verwies aber auf die Grundsatzentscheidung des Stadtrats im November 2007, in eben jene Richtung zu planen. Einstimmig billigten die Stadträte die vorgelegte Planung. Dieses Votum muss nun vor der Auslegung auch der Stadtrat bestätigen.