Artikel: Die Feuer der Lakota

16. Dezember 2002 20:30 Uhr von Allgäuer Zeitung

Autor Thomas Jeier liest aus seinem Jugendroman

Schwangau (wil). - Der Schriftsteller und Abenteurer Thomas Jeier war der diesjährige Gast der Autorenlesung in der Realschule Füssen. Seit über zehn Jahren organisiert Gunter Schulze-Fröhlich die Literaturreihe und schafft es damit, die Jugendlichen zu interessieren , ihnen das Leseabenteuer schmackhaft zu machen. Möglich ist dies durch die Unterstützung des Elternbeirats, in erster Linie aber durch den Friedrich-Bödecker-Kreis. Seit 1954 setzt sich der Verein, der mit einer Stiftung verbunden ist, bundesweit für die Leseerziehung und Literaturvermittlung für Kinder und Jugendliche ein. Er fungiert als Kontaktstelle zwischen den Autoren und den Schulen und trägt einen Teil der Kosten, welche die Autoren im Sinne der Gemeinnützigkeit auf ein Minimum beschränken. Für die Initiativen von Schulen und Einrichtungen in Bayern ist Eva Rubach verantwortlich, 'und sie hat uns ins Herz geschlossen', sagt Gunter Schulze Fröhlich, 'ein Anruf genügt, und Frau Rubach tut ihr Möglichstes.

Jeder Schüler soll im Laufe seines Schullebens einmal einen Schriftsteller geschenkt bekommen.' Amerika, insbesondere das Leben und die Geschichte der Indianer sind Jeiers Themen. Außerdem veröffentlicht er sehr persönliche Reisebücher, dreht Dokumentarfilme und ist in Rundfunk und Fernsehen Country-Music-Spezialist. 'Der beste Western-Kenner der alten Welt', hieß es im amerikanischen Fernsehen. Gebannt verfolgten die Schüler Geschichten aus Jeiers neuestem Jugendroman 'Wo die Feuer der Lakota brennen'. Es ist die historische Lebensgeschichte von Adlerfrau, der jungen Lakota-Indianerin. Seine 'romantischen Abenteuerromane' schreibt der 55-jährige unter dem Pseudonym Christopher Ross, und als dieser las er aus 'Hinter dem weißen Horizont'. Was die Schüler besonders beeindruckte, waren die Gespräche mit dem Autor, der auch keiner privaten Frage auswich und über sein Leben mit dem Stamm und seinen Freund, den Medizinmann, berichtete. 'Ganz locker hat er das gemacht, er war ja über hundertmal in den USA', erzählen Christine und Verena.