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Bauern planen Solarpark beim Jengener Windrad

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Bauern planen Solarpark beim Jengener Windrad

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    Jengen(maf). - Wenn das Bauvorhaben eines Beckstettener Landwirtes und seines Geschäftspartners Wirklichkeit wird, dann würde aus der Gemeinde Jengen ein Zentrum für alternative Energiegewinnung. Denn wenige hundert Meter südlich von der Stelle nahe der Futtertrocknung Ketterschwang, an der gerade das Fundament für eine Windkraftanlage gebaut wird, soll nach dem Willen der Bauwerber ein 15000 Quadratmeter großer Solarpark entstehen. Der Gemeinderat hat einer entsprechenden Bauvoranfrage zugestimmt. Bei der jüngsten Sitzung des Jengener Gemeinderates stellte Bürgermeister Franz Hauck das Projekt vor. Ludwig Zech aus Beckstetten und sein Schwager und Geschäftspartner Johann Miller aus Ketterschwang wollen auf einem rund 15000 Quadratmeter großen Grundstück bei der Futtertrocknung (siehe Grafik) rund 70 Solarzellen-Elemente aufstellen und damit Strom erzeugen, der ins Netz eingespeist wird. Jeder der Solarzellenträger soll rund einen Quadratmeter Fläche haben und auf eine 3,5 bis vier Meter hohe Stange montiert werden. 'Wir wollen ganz bewusst, dass die Wiese darunter noch zum Beispiel für die Beweidung durch Schafe genutzt werden kann', so Zech.

    Eine elektronische Steuerung wird im Falle einer Realisierung des Projektes dafür sorgen, dass sich die Solar-Elemente selbstständig immer exakt nach der Sonne ausrichten und entsprechend neigen. Laut Zech eignet sich das betreffende Grundstück, das sich im Besitz seines Geschäftspartners befindet, 'ausgezeichnet' für diesen Zweck: Zum einen handelt es sich um einen leichten Südhang, zum anderen sind im weiten Umkreis keine Bäume oder Häuser vorhanden, die Schatten auf die Anlage werfen und damit den Wirkungsgrad verringern könnten. Das künftige Windrad liegt nördlich des Solaranlagen-Standortes und hat deshalb ebenfalls keine Auswirkungen auf die Sonneneinstrahlung. Um die Anlage zu schützen, müsse das Grundstück mit einem zwei Meter hohen Zaun umgeben werden. 'Ich wüsste keinen guten Grund, warum man dagegen sein sollte', so Hans Negele, der sich wie die meisten seiner Ratskollegen positiv zu dem Projekt äußerte. Die Bauvoranfrage wurde denn auch einstimmig befürwortet. Laut Zech wäre die Jengener Anlage eine der größten im Allgäu und die bisher einzige in der Region, die auf dem freien Feld installiert wird. 'Wenn es nach uns geht, sollte die Anlage heuer noch stehen', so Zech zum weiteren Zeitplan. Zuvor werden allerdings die Fachbehörden des Landratsamtes das geplante 'Sonnenkraftwerk Jengen-Ostallgäu' genau unter die Lupe nehmen.

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