Vergleichsweise kurz war der öffentliche Teil der Sitzung des Pforzener Gemeinderates am vergangenen Dienstag. Dabei beschloss der Gemeinderat einstimmig eine Rodungsgenehmigung für die Lehmgrube Hammerschmiede. Die Firma Geiger aus Oberstdorf, die dort bereits seit Jahren sehr reinen Lehm abbaut, will die Abbaufläche erweitern. Die Genehmigung verbindet der Gemeinderat allerdings mit Auflagen sowohl zum Naturschutz als auch zur Vermeidung von Beeinträchtigungen der Grundstücksnachbarn.
So ist es dem Gremium ein Anliegen, die in diesem Areal beheimatete Gelbbauchunke zu schützen. In Bayern gibt es nur 25 Standorte, an denen das seltene Tier heimisch ist. Auch war man sich einig, dass die Nachbargrundstücke gegen ein Abrutschen von Erdreich gesichert sein müssen.
Gerhard Abt vom Planungsbüro Abtplan informierte die Räte zudem ausführlich über eine von ihm vorbereitete Ortsrandabrundungssatzung. Diese ist erforderlich wegen des geplanten Baus eines Betriebsgebäudes sowie eines Wohnhauses mit Garage östlich des Eichweges. Obwohl es hier letztlich nur um einen einzigen Bauplatz geht, musste wegen der Ortsrandlage ein recht langwieriges und aufwendiges Verfahren mit zahlreichen Auflagen angestrengt werden. Der Gemeinderat beschloss die Satzung, die nun dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt wird.
Die Gemeinde Pforzen wird sich derweil an der Einrichtung eines Halbtages-Dienstposten bei der "Fachstelle zur Vermeidung von Obdachlosigkeit" in Marktoberdorf anteilmäßig mit zirka 500 Euro im Jahr beteiligen, wenn der überwiegende Teil der Gemeinden im Ostallgäu ebenfalls mitmacht.
Die Beratungsstelle existiert seit einem Jahr und wird von der Herzogsägmühle nach einem stimmigen Konzept betrieben. Anschubfinanzierung wurde durch den Freistaat Bayern geleistet, nun gilt es, die weitere Arbeit der Stelle zu gewährleisten, die nicht nur die Obdachlosen selbst, sondern auch die Kommunen berät. (kdt)