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ICE trägt den Namen Memmingen

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ICE trägt den Namen Memmingen

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    Memmingen (maj). - Ein ICE-Zug der Deutschen Bahn trägt ab sofort den Namen der Stadt Memmingen. Der ICE TD (Neigetechnik mit Dieselantrieb) wurde gestern auf dem Memminger Bahnhof getauft. Um 10.02 Uhr gossen am Gleis 1 Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel, je ein Glas Sekt über den neuen Namenszug auf dem ICE. Dem Festakt wohnten zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft bei. 'Dieser Zug wird nun zum neuen Botschafter für Memmingen', betonte Klaus-Dieter Josel. Denn der ICE sei künftig in ganz Deutschland und auch im benachbarten Ausland unterwegs. Der Schriftzug 'Memmingen' ist zusammen mit dem Stadtwappen insgesamt vier Mal am Zug angebracht. Josel erläuterte den Grund der Bahn, warum seit Oktober 2002 nicht mehr die ICE-Strecken, sondern die Fahrzeuge selbst mit Namen versehen werden: 'Es soll in Zukunft zu einer erkennbaren Identifikation des Namensgebers mit seinem Zug kommen.' Die Bahn habe sich hierbei für Memmingen entschieden, weil die Verbundenheit der Stadt und seiner Einwohner mit dem Unternehmen eine wesentliche Rolle gespielt habe. Außerdem seien die Entwicklung der Bahn und die der Stadt Memmingen seit langem eng miteinander verbunden. Die ICE-Flotte der Deutschen Bahn umfasst zurzeit 216 Züge.

    20 davon sind vom gleichen Typ wie der neue 'ICE Memmingen'. Als erster ICE wurde am 31. Oktober vergangenen Jahres ein Zug auf den Namen 'Berlin' getauft. Klaus-Dieter Josel hierzu: 'Unsere gesamte Flotte wird nach und nach auf die Namen deutscher Städte getauft. Es ist klar, dass die Stadt Memmingen mit ihrer Bedeutung im deutschen Bahnnetz zu den Taufpaten gehört.' OB Holzinger zeigte sich begeistert: 'Die Eisenbahn hat bei der Entwicklung dieser Stadt eine besondere Rolle gespielt. Memmingen ist heute - und hoffentlich auch morgen - ein wichtiger Bahnstandort in Deutschland. Der ICE Memmingen ist hierfür nun ein guter Botschafter.' Holzinger überreichte Josel einen Schirm und ein Buch über Memmingen. Der Bahn-Vertreter revanchierte sich mit einem Modell des ICE Memmingen. Der katholische Dekan Siegbert G. Schindele und sein evangelischer Kollege Kurt Kräß gaben dem neuen ICE den ökumenischen Segen. Augenzwinkernd wiesen die beiden Geistlichen darauf hin, dass es sich bei ihrer Amtshandlung nicht um eine Taufe im streng christlichen Sinn handle. 'Denn sonst müssten wir ja erst die Frage stellen, ob der Zug evangelisch-lutherisch oder römisch-katholisch werden soll', sagten die Dekane unter dem Gelächter der Anwesenden. Dann wurde es aber wieder ernst: Kräß und Schindele beteten dafür, dass das Personal und alle künftigen Passagiere des ICE vor Schaden bewahrt blieben. Die Feier wurde von Mitgliedern der Stadtverwaltung, der 'Downtown-City-Band', musikalisch umrahmt.

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