Hinsichtlich der Planungen der Stadt Landsberg für den Gewerbe- und Industriepark Frauenwald IV bleiben die Bedenken seitens der Gemeinde Igling bestehen. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich bekräftigt. Wie berichtet, befürchtet der Gemeinderat, dass mit der Ansiedlung des Edeka-Logistikzentrums im Frauenwald mehr Lastwagen durch den Ort rollen könnten, die die neue B17 als Ziel haben. "Für uns ist es wichtig, dass die Anbindung an die B17 kommt", sagte Iglings Bürgermeisterin Christl Weinmüller. Auch wenn die Stadt Landsberg bereits die Vorkehrungen dazu getroffen habe, sei der zeitliche Rahmen noch völlig offen.
Weinmüller informierte das Ratsgremium über ein Treffen mit Landsbergs Oberbürgermeister Ingo Lehmann, bei dem es um einen zeitlichen Rahmen gegangen sei. Des Weiteren verlas sie ein Schreiben Lehmanns, dem zufolge ein Vertrag mit der Deutschen Bahn in Arbeit sei, die Bahnunterführung in der Nähe des Gewerbeparks zu erweitern. Die bestehende Bahnunterführung soll wie berichtet nach einem Ausbau die Anbindung des Gewerbeparks an die neue B17 gewährleisten und so verhindern, dass Lkw-Verkehr - bedingt durch das Logistikzentrum - durch Igling den Weg zur B17-Anschlussstelle sucht. Dazu hat die Stadt Landsberg im Zuge des Baus der Bundesstraße auf eigene Kosten eine Brücke errichten lassen. "Eine verbindliche Zusage der Bahn in Sachen Zeitplan gibt es aber nicht", betont Weinmüller bezüglich des Ausbaus der Unterführung.
"Man muss erst ein Gewerbegebiet erschließen und dann Gewerbe ansiedeln, nicht umgekehrt", meinte Gudrun Sowa. "Gewerbe ja, aber nicht auf Kosten der Lebensqualität", meinte Peter Blattner. Peter Heiland schlug vor, falls die B17-Anbindung des Gewerbeparks nicht rechtzeitig fertig werde, finanziellen Ausgleich von der Stadt Landsberg für möglichen Schwerlastverkehr zu verlangen. Als Träger öffentlicher Belange fordert die Gemeinde Igling beim Bauleitverfahren zum Gewerbepark Frauenwald IV, dass die Stadt Landsberg eine zeitnahe Umsetzung der Anbindung an die B17 vorantreibt.