Os Abschied Keller: Oberstaufens Schulleiter Ludwig Keller ist mit viel Lob, viel Musik und viel Humor verabschiedet worden

4. August 2011 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung
etienne le maire

Es war kein tränenreicher Abschied, sondern ein fröhliches Fest. Denn Schulleiter Ludwig Keller verlässt zwar nach 39 Jahren sein Amt und sein Büro in der Volksschule Oberstaufen. Der Schulfamilie und der Gemeinde bleibt der so vielfach engagierte 64-Jährige aber weiter verbunden.

Der Thalkirchdorfer war nach dem Studium 1972 als Lehramtsanwärter in Oberstaufen angetreten - und blieb die weiteren 39 Jahre lang hier im Schuldienst, ab 1991 als Konrektor, ab 2002 als Schulleiter. In seine Ära fielen eine große Schulsanierung ebenso wie eine letztlich glimpflich abgelaufene Gasexplosion 1980, schmerzhafte Schließungen der Schulfilialen in Steibis und Thalkirchdorf, der aufreibende Kampf um einen direkt am Ort möglichen mittleren Abschluss ebenso wie der erfolgreiche Aufbau eines beispielhaften Ganztagsangebots - und zuletzt der Umbau zur Mittelschule im Verbund mit Immenstadt und Blaichach. Von bis zu 1000 Schülern in den 70er Jahren schrumpfte die Schule auf heute 384.

Neben seinem nimmermüden Einsatz in der Schule fand Keller Zeit, sich für Oberstaufen und sein Heimatdorf Thalkirchdorf einzusetzen. Der dreifache Vater bringt sich seit 1996 im Gemeinderat ein, engagierte sich als Leiter einer Volksmusikgruppe, der Chorgemeinschaften Bühl-Thalkirchdorf und Stiefenhofen-Simmerberg, bei den Steibinger Sängern, als Friedhofsverwalter, als Vorsitzender von Pfarrgemeinderat und Heimatverein, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist. Die Freude an der Arbeit hat Keller dabei nie verlassen: >, erklärte er nach etlichen Lobreden. Gewürdigt wurde Kellers Einsatz mit geistreichen Worten, Einlagen des Lehrerchors und verschiedener Schülergruppen - alles mit viel Lob, Musik und Humor:

Weil er zwar vieles kann, aber nicht kochen, schickte ihn die Schulfamilie auf den > - zusammengefasst in einem Kochbuch, das Elternbeiratsvorsitzende Annette Matt überreichte. Kellers ebenfalls in Ruhestand gehender Freund und Kollege Karl Streidl würdigte seinen Ehrgeiz mit einem Gedicht, Schüler griffen sein breites Engagement in dem humorvollen Theaterstück > auf. Vom Vorwurf, sogar in der Schule übernachtet zu haben, um all seine Arbeit zu schaffen, sprachen sie ihn allerdings frei.

Keller sei >, lobte Vize-Bürgermeisterin Renate Specht. Stiefenhofens

Rathauschef Toni Wolf betonte für den Schulverband die hohe Wertschätzung, die Keller bei Schülern, Lehrern und der Bevölkerung genießt.

Schulamtsleiter Thomas Novy würdigte den > geprägten Führungsstil, seine Offenheit und seinen Realitätssinn - und dankte Keller mit einem selbst komponierten Abschiedsjodler, den alle mitsangen. Dass ihm seine Frau Hanni stets den Rücken freihielt, wurde von allen dankbar hervorgehoben. (