Großübung
Einsatzkräfte üben für den Ernstfall: Murenabgang im Wertacher Steinbruch

Großübung des THW Sonthofen: Mure geht in Wertach ab.
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  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Am Freitagabend haben 80 Einsatzkräfte des THW Sonthofen und Kempten und der Johanniter Kempten für den Ernstfall geübt. Ausgegangen wurde von einem Murenabgang im Wertacher Steinbruch. Ein Bus ist dabei abgestürzt und mehrere Autos wurden verschüttet.

Gemeinsam rückten die Einsatzkräfte zur Einsatzübung in den Steinbruch nach Wertach aus. Gruppenführer Christopher Rogg und Johannes Schneider waren die ersten am Einsatzort und trafen gleich auf zwei Verletzte. Sie berichteten von dem Murenabgang und dem abgestürzten Bus. Sofort wurde mit der Erkundung und der Bergung der ersten Personen, die nicht selbstständig laufen konnten, begonnen.

Eine verletzte Person, die vorher so realistisch wie möglich geschminkt wurde, musste aus einem Auto befreit werden. Mit einer hydraulischen Schere und einem Spreizer wurden die Türen des Autos entfernt und der Verletzte wurde von den Johannitern geborgen.

Währenddessen kümmerten sich die anderen Einsatzkräfte um den abgestürzten Bus. Dieser ist etwa zehn Meter einen Abhang hinuntergestürzt und blieb auf der Fahrerseite liegen. Da die Straße, die nach unten führt, verschüttet wurde, mussten die Männer und Frauen des Technischen Hilfswerks über einen Steilhang zu den Verletzten.

Mittels Steckleitern wurde ein provisorischer Weg gelegt, darüber wurden dann auch die Verletzten mittels Schleifkorb gerettet. Da die Einsatzübung am späten Abend durchgeführt wurde, musste auch eine Beleuchtung mit mehreren Strahlern aufgebaut werden. Mithilfe eines Radladers wurden die verschütteten Autos befreit und die Toten, dargestellt durch schwere Puppen, geborgen.

Am abgestürzten Bus hingegen ging die Arbeit pausenlos weiter. Bei immer wieder starkem Regen und Blitzen wurde der Bus mit Baustützen abgestützt, um ein weiteres Umkippen zu verhindern. Der Rettungsdienst versorgte die Verletzten im Bus. Ein teil der rund 20 Verletzten konnte den Bus durch den am Dach befindlichen Notausgang verlassen. Bewusstlose Personen mussten mittels Schleifkorb befreit und dann über Steckleitern nach oben gezogen werden. Dort wurden sie dann dem Rettungsdienst übergeben.

Innerhalb kürzester Zeit konnten so die Verletzten und auch toten Personen geborgen werden. "Wir haben diese Übung lange geplant. Solche Szenarien mit einem abgestürzten Bus sind durch die viele Passstraßen bei uns durchaus realistisch", so Sonthofens Zugführer Alexander Gringel. Auch das Zusammenspiel zwischen den Bergungsteams und dem Rettungsdienst müsse geübt werden.

Autor:

Benjamin Liss aus Kempten

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