Heimatreporter-Beitrag
Die stille Katastrophe im Iran

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Es war kurz nach dem persischen Neujahrsfest als der Regen kam. Es regnete ungewöhnlich lange und heftig, so dass in einigen Provinzen Flüsse zu Seen anwuchsen, ganze Landstriche unter Wasser setzten und unzählige der gefürchteten Murenabgänge aus den Bergen in die Täler schossen. Dies geschah fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit gerade jetzt im Iran. Im Fokus waren die Überschwemmungen im südlichen Afrika.

Die Fakten sprechen aber für sich: es sind mindestens 515 Ortschaften betroffen, ca. 140.000 Menschen sind obdachlos, von der Außenwelt abgeschnitten oder hilflos in ihren Dörfern, abhängig von Hilfe von außen. Und die Schwierigkeit der örtlichen Hilfsorganisationen, so viele verschiedenen Regionen in dem riesigen Land leiden unter der Katastrophe. So ist der Iranische Rote Halbmond unermüdlich im Einsatz, um Betroffene zu evakuieren, zu versorgen und Verletzte zu transportieren und medizinisch zu versorgen.

Das Auswärtige Amt hat nun Hilfe zugesagt. Zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz, dass seit vielen Jahren mit dem Iranischen Roten Halbmond eine enge Zusammenarbeit pflegt, werden 40 Rettungsboot samt Rettungsausrüstung in den Iran geliefert. Die Zeit drängt, um noch schlimmeres Elend zu verhindern.

Der verantwortliche Delegierte des Deutschen Roten Kreuz und zugleich Leiter der hier örtlichen BRK Bereitschaft Waltenhofen, Mark Hofmann, fliegt am Samstag in den Iran, um die Hilfslieferung vor Ort zu koordinieren. Er ist hier vor Ort ehrenamtlich beim Bayrischen Roten Kreuz tätig. Mark Hofmann sagt: „Wie so oft trifft es auch in dieser Katastrophe im Iran gerade die arme Bevölkerung, gerade auf dem Land. Und es zählt jede Hilfe, die sie bekommen können.“

Die technische Ausrüstung wird sofort in die besonders betroffenen Gebiete gebracht werden, um den Menschen das Nötigste verteilen, Menschen evakuieren und das ganze Ausmaß der Katastrophe feststellen zu können.

„Gerade weil so wenig Notiz von der Tragödie genommen wurde, werden die Menschen vor Ort unendlich dankbar sein, dass wir ihnen helfen“, erklärt Hofmann.

Bald kann noch mehr Hilfe zu den Opfern der Flutkatastrophe in Iran gebracht werden, mit der Hilfe aus Deutschland.

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