Nach der Hochwasser-Katastrophe
Allgäuer Unternehmen spendet Bauholz für Wiederaufbau im Ahrtal

Holzspende für Ahrtal: Geschäftsführer Georg Erwein Prinz von der Leyen und Lagerleiter Winfried Ledel von den Holzwerken Waal sowie Marion Liebhart und Nils Jannaschk von der Spedition Schade Spezialtransporte (v.l.n.r).
  • Holzspende für Ahrtal: Geschäftsführer Georg Erwein Prinz von der Leyen und Lagerleiter Winfried Ledel von den Holzwerken Waal sowie Marion Liebhart und Nils Jannaschk von der Spedition Schade Spezialtransporte (v.l.n.r).
  • Foto: Ingo Jensen/Holzwerke Waal
  • hochgeladen von David Yeow

Die Holzwerke Waal (Landkreis Ostallgäu) haben jetzt Holz im Wert von 40.000 Euro an Flutopfer der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal gespendet. Insgesamt 90 Kubikmeter Bauholz gingen per LKW am Mittwoch an die Flutopferhilfe Kreuzberg e.V. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei dem Bauholz um Schnittholz, Dachlatten, Dielen, Kantholz und andere Produkte. Das Material diene dem Wiederaufbau von Häusern, so das Unternehmen.

Es fehlt derzeit an Baumaterial

"Geldspenden gab es in den vergangenen Monaten ja reichlich für die Krisenregion in Rheinland-Pfalz. Woran es vor Ort allerdings immer noch scheitert, sind die passenden Baumaterialien. Und genau da können wir helfen. Daher spenden wir kein Geld, sondern schicken jetzt zwei Sattelzüge voll mit unserem  'Allgäu Massivholz' ins Ahrtal, damit die Aufbauarbeiten rasch beginnen können", sagt Georg Erwein Prinz von der Leyen, Geschäftsführer der Holzwerke Waal. 

Wiederaufbau kann erst jetzt beginnen

Nach der Flutkatastrophe im Juli waren zunächst umfangreiche Aufräumarbeiten im Ahrtal nötig. Der Wiederaufbau konnte damit erst Anfang diesen Jahres beginnen. Diese Zeit habe das Unternehmen genutzt, um das jetzt gespendete Bauholz zu trocknen. Das gespendet Holz kann damit sofort verwendet werden. 

Schon 2015 Baumaterial gespendet

Nach eigenen Angaben ist die aktuelle Spende nicht die erste gemeinnützige Aktion dieser Art durch das Unternehmen. Bereits 2015 habe man Material an die Stadt München geschickt. Dieses wurde damals zur Errichtung von Unterkünften für Geflüchtete verwendet.

Schwere Hochwasserkatastrophe

Bei der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli 2021 starben nach aktuellem Stand über 180 Personen - alleine in Deutschland. Die Wassermassen verursachten zudem Sachschäden in Milliardenhöhe. Am schlimmsten waren die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen betroffen. Innerhalb von 24 Stunden fielen in weiten Teilen des Katastrophengebiets bis zu 150 Liter Regen. Unter anderem im Ahrtal kam es dabei zu Sturzfluten und massiven Überschwemmungen.

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