Gesucht: Fachpersonal
Wege finden um Klinken und Pflegeeinrichtungen im Unterallgäu zu entlasten

Landrat Alex Eder will gemeinsam mit Experten aus dem Landkreis Wege finden, um Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu entlastet. Beim jüngsten Treffen der Führungsgruppe Katastrophenschutz wurde laut Eder deutlich: Das Personal der Kliniken ist stark belastet, unter anderem durch Patienten mit schweren Corona-Verläufen, aber auch durch Patienten, die wegen anderer Erkrankungen ins Krankenhaus kommen und zusätzlich Corona positiv sind.

Ansteckungsgefahr

Manche, meist ältere Patienten, die eigentlich entlassen werden könnten, aber wegen der noch bestehenden Ansteckungsgefahr nicht zurück in die Pflegeheime können, binden zusätzlich Kapazitäten. „Hierfür Lösungen zu entwickeln, könnte die Lage in den Kliniken entspannen. Für mich erscheint dieser Weg sehr vielversprechend und könnte eine Ergänzung - vielleicht sogar eine Alternative - für den Lockdown sein“, meint Eder.

Der Landrat beruft deshalb eine Pflegerunde mit Vertretern der Krankenhäuser, der Pflegeeinrichtungen und des Landratsamts ein, um Lösungen zu erarbeiten. In einem Punkt ist er sich bereits sicher: „Wir werden dafür unbedingt auch pflegerisches Personal benötigen.“ Dazu hofft Eder, hier auf den sogenannten Pflegepool zurückgreifen zu können, der mit dem neuerlichen Eintreten des Katastrophenfalls in Bayern reaktiviert wurde. Deshalb ruft er Fachpersonal aus dem Unterallgäu auf, sich dort zu melden.

Der Pflegepool läuft über die Plattform der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, die auch das Vermittlungsverfahren initiiert. Gefragt sind Pflegefachpersonen, die aktuell nicht oder nicht mehr in der Pflege arbeiten und nicht zur Risikogruppe gehören, Pflegehilfskräfte und Menschen mit einer Ausbildung oder Erfahrung im Gesundheitswesen wie zum Beispiel Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA), Medizinische Fachangestellte (MFA), Operations-technische Assistenten (OTA), Anästhesietechnische Assistenten (ATA), Intensivfachpflegekräfte (IPK), Notfallsanitäter, Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA), Hebammen, aber auch Kräfte mit hauswirtschaftlicher Erfahrung.

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