Unterallgäu
Flexibus nimmt Fahrt im Wertachtal auf

Flexibus im Unterallgäu
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Ab 1. Mai könnte es das Angebot auch in Türkheim, Amberg, Ettringen und Wiedergeltingen geben. Läuft alles nach Plan, fährt der Flexibus ab 1. Mai auch in Türkheim, Amberg, Ettringen und Wiedergeltingen. Darüber informierte Helmut Höld, Beauftragter für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) am Landratsamt Unterallgäu, den Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung des Unterallgäuer Kreistags.

Im Wertachtal war die Einführung des Angebots ins Stocken geraten, weil sich die Gemeinden uneins waren. Nun steht fest: Rammingen macht beim Flexibus nicht mit, Türkheim, Amberg, Ettringen und Wiedergelten sind dabei. Geplant ist, dass der Flexibus in den vier Unterallgäuer Gemeinden fährt und darüber hinaus - wie von diesen gewünscht - auch Buchloe ansteuert. Vorgesehen sind Höld zufolge zwei Haltepunkte in Buchloe. Nicht bedienen soll der Flexibus aber die direkte Verbindung zwischen den Bahnhöfen in Türkheim und Buchloe, da dieser keine Konkurrenz zur Bahn sein dürfe. Eine abschließende Abstimmung mit dem Landkreis Ostallgäu finde aktuell statt.

Der Mobilitätsausschuss soll in seiner nächsten Sitzung am 22. Februar detaillierte Informationen erhalten und schließlich endgültig über den Flexibus im Wertachtal entscheiden. „Bis dahin sind die Kalkulationen, Tarife und Verträge vorbereitet“, sagte Höld. Auch die Gemeinden müssen dann ihre Grundsatzbeschlüsse nochmal bestätigen und die Verträge unterzeichnen.

Neu sei, dass der Flexibus grundsätzlich nur noch vier statt fünf Jahre gefördert wird, informierte der ÖPNV-Beauftragte. Unter bestimmten Voraussetzungen sei ab dem fünften Betriebsjahr aber eine Dauerförderung in Höhe von 35 Prozent des Defizits möglich sowie eine jährliche Förderung fürs Marketing von insgesamt 15.000 Euro für alle Flexibus-Knoten im Landkreis. Die Voraussetzungen für diese Förderungen würden von den Unterallgäuer Knoten bereits jetzt fast komplett erfüllt. Anpassen müsse man nur noch die Betriebszeiten von derzeit unter der Woche sechs bis 19 Uhr auf sechs bis 20 Uhr. Die neuen Fördermodalitäten gelten dem Experten zufolge für neue Knoten ab der Inbetriebnahme, für bestehende ab Januar 2022. Damit alle in den Genuss der Mittel kommen und Einheitlichkeit herrscht, sei geplant, die Zeiten in allen Knoten zu ändern.

Der Flexibus fährt bereits in vier Knoten - in Kirchheim-Pfaffenhausen, Babenhausen-Boos, Ottobeuren-Markt Rettenbach und Mindelheim-Dirlewang-Kammlach. Bereits beschlossen ist auch ein fünfter Knoten in Bad Wörishofen. Hier soll es am 1. April losgehen. Der Flexibus verkehrt unabhängig von einem Fahrplan und befördert die Fahrgäste innerhalb des jeweiligen Knotens durch ein dichtes Netz an Haltestellen nahezu von Tür zu Tür.

Viele weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.unterallgaeu.de/oepnv.

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