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Kleinflugzeug steckte im Schlick fest
Flugzeugabsturz am Öschlesee: So lief die spektakuläre Bergung

Spektakulär war die Bergung der am Sonntag abgestürzten Cessna 172 am Öschlesee bei Sulzberg.
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  • Spektakulär war die Bergung der am Sonntag abgestürzten Cessna 172 am Öschlesee bei Sulzberg.
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  • hochgeladen von Benjamin Liss

Spektakulär war die Bergung der am Sonntag abgestürzten Cessna 172 am Öschlesee bei Sulzberg. Die knapp eine Tonnen schwere Maschine musste am Sonntag im Öschlesee notlanden. Warum ist noch unklar. Besetzt war die strahlend weiße Maschine mit vier Personen, die den Absturz alle wie durch ein Wunder überlebt haben. Gerettet wurden sie von Anwohnern, die das Flugzeug abstürzen sahen. Mit Tretbooten eilten Menschen sofort zu den Insassen und konnte so die drei Männer und eine Frau schnell an Land bringen und dem Rettungsdienst übergeben.

Befreiung aus dem Schlick: Gar nicht so einfach.

Die einmotorige Maschine sank innerhalb weniger Minuten und bohrte mit dem Motor voran in den schlammigen See. Taucher der Polizei rückten am Montagvormittag an und begannen mit der Bergung des Kleinflugzeug-Wracks. Wichtig war, dass kein Treibstoff in den See gelangt und die Maschine nicht auseinanderbricht. Jeweils zwei Taucher waren im Wasser und befestigten in knapp acht Metern Tiefe zwei Luftkissen an der Maschine, um ihr Auftrieb zu geben und sie so aus dem dichten Schlick zu befreien. Die Luftkissen reichten aus, um das fast 1.000 Kilo schwere Flugzeug an die Oberfläche zu bringen.

Schreck-Moment: Es roch nach Benzin!

Kurz nachdem das Flugzeug mittels aufblasbaren Luftkissens an der Oberfläche zu sehen war, lag Benzingeruch in der Luft. "Der Tank wurde wohl beschädigt, der Motor des Flugzeugs hängt wurde komplett zerstört", so einer der Taucher. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Ein Ölbinder wurde auf die betroffenen Stellen im Wasser gestreut und eine Ölsperre rund um das Flugzeug gelegt, um den Umweltschaden so gering wie möglich zu halten.

Mit Hilfe des "Manitou" kommt das Flugzeug an Land

Nachdem man das Flugzeug mit einer Seilwinde Richtung Ufer gezogen hatte, kam ein sogenannter "Manitou" zum Einsatz. Der Teleskoplader sollte das Flugzeug aus dem Wasser heben. Doch bevor es losging, musste der Untergrund mit Holzbrettern verstärkt werden, damit der Teleskoplader nicht im weichen Untergrund versinkt. Nachdem das Flugzeug befestigt wurde, ging es los. Stück für Stück und unter der Aufsicht von rund 60 Einsatzkräften wurde die Cessna 172 aus dem Öschlesee gehoben.

Plötzlich Hektik bei der Bergung: Der Motor drohte abzubrechen

Kurz bevor alle drei Räder das sichere Ufer erreichen konnten, wurde es nochmal hektisch. Der 6-Zylinder Motor drohte vom Flugzeug abzubrechen und ins Wasser zu fallen. Mit Holzbrettern wurde der Motor fixiert, erst dann konnte das Flugzeug komplett aus dem Wasser gezogen werden. Mehrere Auffangbehälter für den auslaufenden Flugbenzin wurden unter das Flugzeug gestellt.

Die Cessna wird jetzt vor Ort zerlegt und dann abtransportiert. Glück im Unglück für alle beteiligen.

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