Zusammenleben
Wie die Integration von Migranten im Oberallgäu funktioniert

Hamado Dipama referierte bei der 8. Integrationskonferenz in Sonthofen über das Thema „Rassismus und Diskriminierung“.
  • Hamado Dipama referierte bei der 8. Integrationskonferenz in Sonthofen über das Thema „Rassismus und Diskriminierung“.
  • Foto: Landratsamt Oberallgäu
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Im Oberallgäu leben mehr als 14.400 Migranten aus 130 Staaten. 923 davon sind geflüchtete Menschen. Sie alle sollen bestmöglich in das soziale und kulturelle Leben des Landkreises einbezogen werden. Damit das gelingt, gibt es einen Oberallgäuer Migrationsplan. „Diesen werden wir in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weiter fortschreiben und zum Teil neu erstellen“, informierte Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“ im Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Die nachhaltige Integration im Landkreis funktioniere demnach aktuell dank Ehrenamtlicher, Schulen und der Arbeitsagentur gut. Das wurde bei der 8. Integrationskonferenz in Sonthofen deutlich, bei der laufende Projekte vorgestellt wurden. Daniel Michels vom Jobcenter berichtete zum Beispiel von einer guten Einbindung zwei geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt. Ercan Senoldu vom Integrationsbeirat Oberallgäu verwies auf die Wichtigkeit interkultureller Begegnungen, um Vorurteile abzubauen. 

Außerdem sollen in Zukunft die Sprachkompetenzen der Migranten besser genutzt werden. Migrationsbeauftragte Miriam Duran empfiehlt, den Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund auszubauen und deren Sprachfähigkeiten für Verwaltungsprozesse zu nutzen. Mithilfe des Gesundheitsprojekts „MiMi“ sollen außerdem Themen der Gesundheitsförderung und Prävention näher gebracht werden. Ziel ist, dass sich die Migranten im Oberallgäu eigenverantwortlich um ihre Gesundheit kümmern.

In Workshops ging es bei der Konferenz um den ehrenamtlichen Dolmetscher-Pool im Landkreis sowie um das Thema „Rassismus und Diskriminierung“. Referent Hamado Dipama ging den Fragen nach: „Was ist Rassismus? Wie können sich Opfer dagegen wehren? Welche gerichtlichen Schritte sind möglich?“. Beruhend auf seinen persönlichen Erfahrungen sowie als Referent für Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit schlug er vor, eine Beratungsstelle in der Region einzurichten.

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