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Übung der Wasserwacht Sonthofen: Surfer treibt bewusstlos im Alpsee

Übung der Wasserwacht auf dem Alpsee
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  • hochgeladen von Holger Mock

"Person treibt bewusstlos im Wasser." So lautete das Einsatzstichwort am Montagabend für die Retterinnen und Retter der Wasserwacht Sonthofen am Alpsee.

Rund 250 Meter vom Ufer entfernt trieb ein bewusstloser Surfer im Wasser. Umgehend wurde ein Rettungsboot durch die Mannschaft der Wasserwacht Sonthofen besetzt. Die Retter eilten kurze Zeit später zu dem verunglückten Surfer. Glücklicherweise war es nur eine Übung, doch trotzdem sorgte die Aktion für viel Aufsehen bei den Gästen am See.

Mit einem sogenannten ,,Spineboard'', wurde der Surfer mit Gurten und einer Halskrause fixiert und dann durch die Einsatzkräfte in ein Schlauchboot gezogen und im realen Einsatz, dann an den Rettungsdienst übergeben. Doch die Wasserwacht ist nicht nur am Alpsee unterwegs. "Wir werden, je nachdem was passiert ist, zusammen mit den anderen Rettungsorganisationen im südlichen Oberallgäu alarmiert. Wir können auf erfahrene Rettungsschwimmer, Wasserretter, Taucher und Bootsführer zurückgreifen und kommen so überall zum Einsatz wo Wasser ist", so Leiter Olive Grätz.

Der 49-jährige Wasserretter ist selbst seit über 25 Jahren bei der Wasserwacht und hat schon einiges in seiner Laufbahn erlebt. "Ein Kanufahrer wurde auf der Iller bei starker Strömung unter einen Baum unter Wasser gedrückt, wir konnten ihn leider nur noch tot bergen", so Grätz.

Letztes Jahr hatten die Retter der Wasserwacht Sonthofen zum Glück nur wenig zu tun. So mussten mehrere Personen am Alpsee gerettet werden, ein Taucheinsatz am Beschneiungsteich der Bergbahn oder auch ein Canyoning-Einsatz an der Starzalach bewältigt werden. "Glücklicherweise kamen dabei aber keine Personen groß zu Schaden", so der 49-Jährige.

Viele Einsätze ließen sich auch vermeiden, so Grätz. "Als Beispiel würde ich hier gerne erwähnen, dass ein verlorenes Kanu, Kajak oder Schlauchboot einen sehr großen Rettungseinsatz auslösen kann. Die Rettungskräfte wissen ja nicht, ob sich jemand in Lebensgefahr befindet. Darum wäre es wirklich gut, dass im Falle des Verlustes man sich bei der Rettungsleitstelle meldet und dies kundtut. Ansonsten würden wir empfehlen sich an die allgemeinen Baderegeln zu halten'', so der langjährige Wasserretter.

Doch auch für den Menschen selber kann es gefährlich werden. Daher sollte man sich nach dem Sonnenbad erst langsam abkühlen, bevor man in das kalte Nass springt: ,,Gerade wenn man mit dem Fahrrad zum See fährt oder sich nach einer Bergtour im Bergsee abkühlen will, kann es schnell zu Herz- Kreislaufproblemen kommen. Ebenso nach einem Sonnenbad ist die Gefahr sehr groß. Auch bei Bootstouren auf Flüssen, die derzeit durch die Schneeschmelze noch sehr kalt sind, empfehlen wir dringend sich nicht ohne Schutzkleidung (Neoprenanzug) und Schwimmwesten zu bewegen."

Damit die Sicherheit am Alpsee gewährleistet ist, ist die Wachstation an Feiertagen und am Wochenende immer durch Retter besetzt. Sollten Gäste eine hilflose Person feststellen, immer zuerst den Notruf 112 wählen.

Autor:

Benjamin Liss aus Kempten

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