Übung
THW Sonthofen übt den Einsatz nach einem Strahlungsaustritt

Das THW Sonthofen übte den Einsatz nach einem Strahlungsaustritt.
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Eine Werkshalle stand in Vollbrand und stürzte anschließend ein. Dabei wurde eine Maschine zur Messung von Werkstoffdichten stark beschädigt und radioaktives Material tritt aus. Das war das Szenario für die Einsatzkräfte des Technisches Hilfswerk Sonthofen am Montagabend. Die Einsatzkräfte übten den Ernstfall mit ihrem selbst ausgebauten CBRN-Anhänger. CBRN steht für chemische, biologische, radioaktive und nukleare Gefahren.

Spezieller Anhänger

Das THW Sonthofen verfügt über einen speziellen Anhänger, beladen mit allen wichtigen Einsatzmitteln für so eine Einsatzlage. Am Montagabend stellten die 20 Helfer ihr Können unter Beweis. In einer Werkhalle des BHS Sonthofen, wurde die Beschädigung einer Messeanlage nach einem Brand dargestellt. Menschen waren vermisst und radioaktive Strahlung trat aus. Ein erster Erkundungstrupp begann kurz nach dem Eintreffen mit der Arbeit und machte sich mit Messgeräten auf den Weg in Richtung Halle. Doch kurz vor der Halle war dann Schluss. Die Einsatzkräfte ohne Schutzanzüge durften nicht weiter, weil die Strahlung zu hoch war und so wurde der Gefahrenbereich markiert.

Strahlung gesundheitsgefährdend

Nachdem klar war, dass die Strahlung im gesundheitsgefährdenden Bereich lag, zogen die Einsatzkräfte unter der Führung von Gruppenführer Christopher Rogg spezielle Schutzanzüge an und verklebten diese. Mit einem Messgerät für Strahlung erkundeten die ersten Kräfte die beschädigte Maschine und retteten auch die verletzten Personen, die durch Puppen dargestellt wurden. Das freigelegte radioaktive Material wurde gesichert. Nachdem die Kräfte die Halle wieder verlassen hatten, mussten sie eine Dekontaminationsschleuse durchlaufen. Die Anzüge wurden aufgeschnitten und in einem speziellen Verfahren ausgezogen, um so eine Kontamination der Einsatzkräfte zu verhindern. "Die Übung für unsere Kräfte ist sehr wichtig. Täglich sind gefährliche Stoffe auf der Straße unterwegs, was man so gar nicht mitbekommen. Umso wichtiger ist es, dass wir den Ernstfall immer und immer wieder üben", so Zugführer Alexander Gringel.

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