Teststrategie sorgt für Kritik
Testpflicht für Kindergartenkinder - Sonthofen setzt auf strenge Linie

Die Stadt Sonthofen geht was die Testpflicht in ihren Kindergärten angeht einen strengeren Weg: Eltern müssen ihre Kinder vor Ort und unter Aufsicht testen oder ein Testergebnis von einer offiziellen Teststelle vorlegen.
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  • Die Stadt Sonthofen geht was die Testpflicht in ihren Kindergärten angeht einen strengeren Weg: Eltern müssen ihre Kinder vor Ort und unter Aufsicht testen oder ein Testergebnis von einer offiziellen Teststelle vorlegen.
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Ab dem 10. Januar gilt in Bayern für Kinder ab dem ersten vollendeten Lebensjahr bis zur Einschulung eine Testnachweispflicht. Das hat das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales am 21.12.2021 verkündet. Heißt: Kinder die einen Kindergarten, eine Kita oder ähnliche Einrichtungen besuchen, müssen drei mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. In der Regel sollen Eltern das von zu Hause aus selbstständig erledigen. Die Stadt Sonthofen geht aber noch einen Schritt weiter: Eltern müssen ihre Kinder vor Ort und unter Aufsicht testen oder ein Testergebnis von einer offiziellen Teststelle vorlegen. 

Testung nur unter Aufsicht 

In einem Schreiben an die Eltern der Kindergarten und Krippenkinder von Sonthofen wird die neue Teststrategie ausführlich beschrieben. Jeweils Montags, Mittwochs und Freitags müssen die Eltern mit ihren Kindern und einem mitgebrachten Schnelltest am Haupteingang erscheinen. Die Tests können in Apotheken mit einem entsprechenden Berechtigungsschein abgeholt werden. Andere Tests werden nicht akzeptiert. Unter Aufsicht des Personals müssen die Eltern dann ihre Kinder selbstständig testen. Anschließend gehen die Eltern mit ihren Kindern zu ihrer jeweiligen Gruppe und zeigen dort die Testkassette vor. 

Sicherheit der Kinder im Vordergrund 

Kritik an der neuen Teststrategie gibt es genug. Doch für Marcus Kleebaur, Leiters des Ordnungs- und Sozialreferats steht die Sicherheit der Kinder und des Personals im Fokus. "Die Kinderbetreuungseinrichtung vor Ort trägt die Verantwortung darüber, wie die Testnachweispflicht umgesetzt wird", so Kleebauer. Die Leitungen der städtischen Einrichtungen, sowie die Verwaltung in Sonthofen haben sich laut Kleebauer die Entscheidung nicht leichtgemacht und intensiv diskutiert. Weiter sei allen Beteiligten bei der Abwägung klar gewesen, dass "im Hinblick auf die drohende nächste Coronawelle mit der hochansteckenden Omikron-Variante muss der Schutz der anvertrauten Kinder und natürlich auch des pädagogischen Personals absolut im Fokus stehen."

Alternative Lolli-Tests? 

Man habe zwar auch andere Varianten diskutiert, habe diese dann aber wieder verworfen. "Der Stadt Sonthofen ist es bewusst, hier einen eigenen Weg zu gehen, der auch etwas mehr Aufwand bedeutet, sieht aber darin einen entscheidenden Mehrwert für die Sicherheit der Kinder", so Kleebauer. Große Hoffnung setzt der Leiter des Ordnungs- und Sozialreferats auf die sogenannten Lollitests. Es gebe inzwischen zu diesem Thema intensive bayernweite Bestrebungen, den diese Test als Pooltest für Kinderbetreuungseinrichtungen einführen zu wollen. Aus Sicht der Verantwortlichen der Stadt wäre dies tatsächlich die eleganteste und zielführendste Lösung. Es bleibe die Hoffnung, dass der „Lollitest“ baldmöglichst eingeführt wird und sich somit die beschriebene Testnachweispflicht mit all den damit verbundenen Umständen erübrige.

Die Stadt Sonthofen geht was die Testpflicht in ihren Kindergärten angeht einen strengeren Weg: Eltern müssen ihre Kinder vor Ort und unter Aufsicht testen oder ein Testergebnis von einer offiziellen Teststelle vorlegen.

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