Appell
Oberallgäuer Landrätin zur Corona-Lage: "Vorsicht und Sicherheit Gebot der Stunde"

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller (Archivbild)
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  • Foto: Ralf Lienert
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Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller richtet sich angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen mit einem nachdrücklichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger. "Die Gesundheit der Bevölkerung können wir ohne einschneidende Maßnahmen nur schützen, wenn jetzt wieder alle die Schutzregeln konsequent einhalten und Kontakte schon jetzt spürbar reduziert werden."

Die hochdynamische Entwicklung der Infektionszahlen zeigt sich laut Baier-Müller auch im Landkreis. Zwar sei der kritische Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Stand Freitag 29 noch nicht erreicht, doch dies sei auch mit Blick auf andere Regionen nur eine Frage der Zeit, "wenn wir unser Verhalten jetzt nicht spürbar anpassen".

Durchmischung unterschiedlicher Gruppen wirkt sich negativ aus

Ein dem Gesundheitsamt am Donnerstag bekannt gewordenes Ausbruchsgeschehen gehe auf die Übernachtung mehrerer Gruppen auf einer Berghütte zurück. Bisher wurden in diesem Zusammenhang laut Baier-Müller bereits sieben Personen quer durch die verschiedenen Gruppen positiv getestet, über 70 Kontaktpersonen wurden ermittelt. Landrätin Baier-Müller ruft dazu auf, auf eine solche Durchmischung unterschiedlicher Gruppen zu verzichten. Beim vorliegenden Fall werde daher auch geprüft, ob Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung vorliegen.

Generell haben sich auch im Landkreis private Zusammenkünfte und Feiern als Verbreitungsherde gezeigt. In der Folge seien dann etwa auch mehrere Schulen mit Einschränkungen betroffen gewesen.

Existenzen in der Gastronomie gefährdet

Baier-Müller: "Beim Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 35 müssen private Feiern und Kontakte auf 10 Personen oder zwei Haushalte begrenzt werden. Je mehr sich darauf jetzt schon freiwillig beschränken, desto mehr schützen wir unsere Mitmenschen." Dies wirke sich unmittelbar auch auf die Wirtschaft aus, denn für die Gastronomie gelte eine Sperrstunde um 23 bzw. 22 Uhr, wenn die kritischen Inzidenz-Schwellenwerte (35 bzw. 50) im Landkreis überschritten werden. "Das müssen wir im Interesse der Betriebe mit aller Kraft verhindern, auch um keine Existenzen zu gefährden. Die Gastronomie ebenso wie unsere Beherbergungsbetriebe gehören zur Seele des Oberallgäus."

Die Landrätin begrüßt mit Blick auf die Übernachtungsbetriebe und Hotels, dass beim umstrittenen Beherbergungsverbot jetzt auch in Bayern Klarheit besteht. Die Staatsregierung verzichtet auf eine Verlängerung der Regelung, die heute ausläuft.

Coronavirus im Oberallgäu: die aktuelle Lage

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