Streik in Sonthofen
Gangart von Voith wird ruppiger: IG Metall ruft zur Besonnenheit auf

Die IG Metall hat den Voith-Konzern zur Besonnenheit aufgerufen. Den laut Carlos Gil, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Allgäu, werde die Gangart des Voith Managements augenscheinlich ruppiger.
  • Die IG Metall hat den Voith-Konzern zur Besonnenheit aufgerufen. Den laut Carlos Gil, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Allgäu, werde die Gangart des Voith Managements augenscheinlich ruppiger.
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die IG Metall hat den Voith-Konzern zur Besonnenheit aufgerufen. Denn laut Carlos Gil, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Allgäu, werde die Gangart des Voith Managements augenscheinlich ruppiger. In einer Mitteilung der Gewerkschaft spielt Gil damit auf eine Äußerung des Voith Managers Dr. Mathias Mörtl an. Dieser schließt einen Zusammenhang des Arbeitskampfes und der Manipulation am Haupttor nicht aus. Vor knapp einer Woche hatten Unbekannte an dem Tor in Sonthofen ein Stromkabel durchgeschnitten, wodurch sich dieses nicht mehr öffnen ließ.

Gil: "Akzeptieren keinen Vandalismus an unserer Hütte."

Über diesen Vorfall meinte Gil bereits am Tag der Arbeit gegenüber all-in.de: "Die IG-Metall führt den Arbeitskampf auf dem Fundament der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gewalt und Sachbeschädigung lehnen wir als IG Metall ab." Darum bittet er jetzt den Voith-Konzern, besonnen zu reagieren. Laut Gil würden sich die Mitarbeiter zusammen mit der IG Metall schützend vor die Hütte stellen. "Das gilt für den Schließungsbeschluss genauso wie für Vandalismus." Man akzeptiere keinen Vandalismus an "unserer Hütte."

"Das Management beweist seit vielen Monaten, dass Ihnen unsere Hütte egal ist, für uns ist sie mehr wie ein Arbeitsplatz", so Gil weiter. Deshalb hat sich die Streikleitung vor Ort entschieden, die Streikposten nun 24 Stunden vor dem Werk zu postieren. "Wir sind nicht die Polizei - wir werden aber die Augen und Ohren offenhalten und sofort die Polizei informieren, wenn irgendwelche Vandalen sich an der Hütte zu schaffen machen."

IG Metall prüft rechtliche Schritte gegen Voith-Manager

Mit Nachdruck fordert die IG Metall Interimsmanager Michael Schmücker auf, die Anschuldigungen gegen die Streikenden zurückzunehmen. "Wie man so ehrbare und aufrechte Getriebebauer der Manipulation und Sachbeschädigung beschuldigen kann, bleibt mir ein Rätsel", meint Gil. "Wir werden unsere Juristen prüfen lassen ob wir hiergegen rechtliche Schritte einleiten können." 

Laut Gil habe sich die Mannschaft sehr bedacht verhalten und schützend vor das Produkt gestellt hat. So hätten die Mitarbeiter Hinweise an die Getriebe gelegt, was noch zu bearbeiten sei. "Hier geht es um den Schutz des Produkts und die Sicherheit der Menschen, die möglicherweise an den halbfertigen Getrieben in Crailsheim oder in anderen Werken weiterarbeiten müssen", erläutert Gil.

Streikende blockieren Zufahrt zum Voith-Werk in Sonthofen

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