Freerider halten Bergwacht auf Trap
Fünf Einsätze: Anspruchsvolles Winterwochenende für die Bergwacht Sonthofen

Die Bergretter aus Sonthofen waren dieses Wochenende sehr gefragt.
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  • Die Bergretter aus Sonthofen waren dieses Wochenende sehr gefragt.
  • Foto: Florian Abt - Bergwacht Sonthofen
  • hochgeladen von Benjamin Liss

Am Wochenende waren die Bergretter der Bergwacht Sonthofen gleich mehrfach stark gefordert. Die Einsatzserie begann am Freitagabend. "Gegen 17:30 Uhr wurde die Bergwacht Sonthofen zu einem Einsatz im Bereich Riedberger Horn/Balderschwang alarmiert", berichtet Florian Abt, Einsatzleiter der Bergwacht Sonthofen. Demnach hatten zwei Skitourengeher während ihrer Abfahrt im Schneetreiben die Orientierung verloren. Wegen einer Knieverletzung und Materialversagen konnten die Skitourengeher daher nicht mehr selbstständig abfahren. 

"Wegen der Dunkelheit, eines Schneesturmes und einer sehr angespannten Lawinensituation (Stufe 3/4), waren die 15 Einsatzkräfte sehr gefordert", so Abt. "Glücklicherweise wurden beim Notruf automatisch die Koordinaten an die Rettungsleitstelle übertragen. Dadurch gelang es uns, die zwei Tourengeher nach etwa zwei Stunden und trotz des starken Schneefalls aufzufinden."

Pistenteam unterstützt Retter

Mit einer improvisierter Aufstiegshilfe kämpften sich die Bergretter dann zurück zum Gipfel. Dort wurde der verletzte Skitourengeher in ein Akja umgelagert und dann zu einer Pistenwalze abtransportiert. "Dank der Unterstützung durch das Pistenwalzenteam der Bergbahn Grasgehren wurde der Patient dann mit der Pistenwalze die letzten Meter zur Talstation gebracht. Die Bergwacht Sonthofen bedankt sich für die Bereitstellung des Rettungsraumes der Bergwacht Oberstdorf und die hervorragende Kooperation mit dem Pistenwalzen-Team der Bergbahnen Grasgehren die uns bei dem Einsatz unterstütz haben," so Einsatzleiter Florian Abt.

Die Bergretter aus Sonthofen waren dieses Wochenende sehr gefragt.
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  • Foto: Florian Abt - Bergwacht Sonthofen
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Freerider stürzt in Tobel

Am Samstag musste die Bergwacht dann erneut ausrücken. Ein Freerider, der sich nicht auf der präparierten Piste befand, hatte bei Bolsterlang die Kontrolle verloren und war in ein Tobel gelangt. Wegen der enormen Schneemengen konnte er sich selbst nicht befreien und musste gerettet werden. "Aufgrund der Witterungsverhältnisse musste der Einsatz mit einer Bodenmannschaft durchgeführt werden, weil im Einsatzgebiet Schneefall und Nebel die Rettung erschwerte", erläutert Abt. "Auch hier wurden wir wieder durch das Pistenteam der Hörnerbahn unterstützt."

Drei Einsätze hintereinander

Am Sonntag riss die Einsatzserie der Bergretter nicht ab. Unter anderem musste die Bergwacht einen Freerider am Kierwanger Berg retten, der außerhalb der Pisten unterwegs gewesen war. Bei der Rettung war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Gleichzeitig rückte ein weiteres Rettungsteam mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 17" zu einer Langlaufloipe nach Burgberg aus. Der Patient wurde durch das Einsatzteam erstversorgt und dann in ein Krankenhaus geflogen. "Kurze Zeit später, waren dann erneut zwei Freerider in der Nähe des Skigebiets Bolsterlang im freien Gelände falsch abgefahren und mussten durch Einsatzkräfte der Bergwacht Sonthofen aus ihrer misslichen Lage herausgleitet werden", so Abt.

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