Bis zu 20 Mitglieder im Einsatz
BRK Oberallgäu: Bereitschaften und Wasserwacht unterstützen Gesundheitsamt

Das BRK Oberallgäu unterstützt das Gesundheitsamt.
  • Das BRK Oberallgäu unterstützt das Gesundheitsamt.
  • Foto: Sarah Bartl, BRK Oberallgäu
  • hochgeladen von Svenja Moller

Angesichts der hohen Zahl an Corona-Infizierten in Kempten und dem Oberallgäu steht das Gesundheitsamt Oberallgäu vor einer Mammutaufgabe: Die Mitarbeitenden müssen jeden neu hinzukommenden Fall dokumentieren, die Betroffenen kontaktieren, Quarantänemaßnahmen und -dauer festlegen und vieles mehr. Das Pensum ist enorm.

Täglich hunderte Fälle

Um dieses zu bewältigen, erhält das Gesundheitsamt seit einigen Wochen tatkräftige Unterstützung durch zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder der Bereitschaften und der Wasserwacht des BRK Oberallgäu. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ludwig Walters, bedankt sich nun für deren Einsatz. "Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer tragen seit einiger Zeit an den Wochenenden wesentlich dazu bei, dass die täglich hunderte Fälle überhaupt zu bewältigen sind", heißt es seitens des Landratsamtes Oberallgäu.

Helfer kontaktieren Infizierte

Aufgabe der eigens geschulten ehrenamtlichen Mitglieder der Bereitschaften mit Arbeitskreisen sowie der Wasserwacht des BRK Oberallgäu ist es, Personen zu kontaktieren, die einen positiven PCR- Test erhalten haben (dieser wird automatisch ans Gesundheitsamt gemeldet). Telefonisch fragen sie in strukturierten Interviews wichtige Daten und Informationen ab, wie etwa, ob und seit wann bei den Betroffenen welche Symptome vorliegen. Zudem informieren sie die Menschen über die einzuhaltenden Isolationsmaßnahmen. Die Daten dienen dann den eigenen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes dazu, Quarantänedauern zu berechnen und die notwendigen Bescheinigungen zu erstellen.

Die allermeisten sind nett und freundlich!

"An manchen Wochenenden sind bis zu 20 unserer Mitglieder im Einsatz", berichten Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter der Bereitschaften Oberallgäu und Birgit Ellmann, Vorsitzende der Wasserwacht Oberallgäu, welche beide dem BRK zugeordnet sind. "Wie wir von unseren Mitgliedern gehört haben, sind die Gespräche in den allermeisten Fällen nett und freundlich. Viele der Angerufenen wundern sich zunächst, dass das Gesundheitsamt sogar am Wochenende anruft. Die meisten sind froh und dankbar, wenn der Erstkontakt erfolgt ist und sie wissen, wie es nun weitergeht", so Matthias Straub.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ludwig Walters, dankt den Helferinnen und Helfern und betont deren Wichtigkeit: "Wir sind sehr dankbar über die von Beginn der Pandemie an vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen. Nur gemeinsam können wir es schaffen! Dank den wirklich hochmotivierten und zupackenden Helferinnen und Helfern haben wir an den letzten Wochenenden mehrere hundert Personen kontaktieren und damit an der Lage dran bleiben können."

"Digitaler Assistent" soll Mitarbeiter entlasten

Um die Mitarbeitenden zu entlasten, testet das Gesundheitsamt aktuell auch einen "digitalen Assistenten". Dieser tritt mit den positiv Getesteten per E-Mail oder SMS in Kontakt, um alle Daten, die für die Fallbearbeitung notwendig sind, abzufragen. "So müssen künftig nur noch in Sonderfällen Erkrankte angerufen werden“", so Dr. Walters weiter. "Wir hoffen alle gemeinsam, dass dies jetzt schnell auch zur Entlastung all unserer hochengagierten Ehrenamtlichen beitragen wird." Auch Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, ist voll des Lobes. "Es ist wirklich großartig und ich bin sehr froh und auch stolz auf unsere Mitglieder der Rotkreuzgemeinschaften Wasserwacht und Bereitschaften. Sie leisten das ganze Jahr über und gerade jetzt, in dieser schwierigen Pandemiezeit unglaublich wertvolle Arbeit, und das, wie man sieht, in sehr vielen Bereichen."

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