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Biber-Babys in Sonthofen: So geht es den kleinen Nagern jetzt

Sehr gut entwickeln sich die beiden Biberbabys, die vor knapp vier Wochen bei Bad Hindelang gefunden wurden.
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  • Sehr gut entwickeln sich die beiden Biberbabys, die vor knapp vier Wochen bei Bad Hindelang gefunden wurden.
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Sehr gut entwickeln sich die beiden Biberbabys, die vor knapp vier Wochen bei Bad Hindelang gefunden wurden. Aktuell sind die kleinen Tiere noch bei Tierpflegerin Stephanie Schwarz in Sonthofen untergebracht.

Biber-Babys legen ordentlich zu

Anfangs taten sich die Biber noch schwer, aus der Flasche zu trinken, meint die 36-Jährige. "Mittlerweile klappt alles prima und sie legen richtig zu." Knapp zwei Kilogramm wiegen die zwei Monate alten Biber bereits. Damit sind sie schon fast doppelt so schwer wie noch am Anfang. Aufgezogen hat die Tierpflegerin die Tiere mit Aufzuchtsmilch, die normalerweise für Katzen genutzt wird. Damit ihnen auch nicht langweilig wird, hat Schwarz mit den Tieren Badeausflüge unternommen. Auch ein Planschbecken hat Schwarz in ihrem Gehege eingerichtet. Neben den Badeausflügen haben die Tiere unter anderem gelernt, Angst vor Hunden zu haben. "Wenn meine Hunde an ihr Gehege kommen, fauchen die Biber und verstecken sich sofort in ihrer Höhle", so die 36-Jährige. Das sei wichtig, wenn sie dann in der freien Natur sind.

Sehr gut entwickeln sich die beiden Biberbabys, die vor knapp vier Wochen bei Bad Hindelang gefunden wurden.
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Biber kommen in Auffangstation

Doch die Zeit mit den Bibern neigt sich für Schwarz dem Ende entgegen. "Kommende Woche werden die Tiere abgeholt und kommen in eine Auffangstation nach Freising", meint die Ersatz-Mama. Der Abschied fällt ihr leicht. "Ich habe etwas Gutes getan und die Tiere gerettet, da fällt mir der Abschied nicht so schwer", so die Tierpflegerin im Interview. Doch noch werden die Tiere nicht sofort in die Freiheit entlassen. Rund zwei Jahre bleiben die Tiere mit andern Bibern in einem großen Gehege. Erst dann werden sie in Gebieten ausgewildert, wo es noch kaum Biber gibt.

"Tolle Erfahrung"

Neben Feldhasen und Rehen, zieht Schwarz gerade noch zwei Tauben groß. Ob jemals wieder ein Biber dabei sein wird, ist eher unwahrscheinlich. "Die Chance, dass man so ein Tier per Hand aufzieht, ist sehr gering", meint Schwarz. "Es ist schon Glück, dass man zwei der drei Tiere damals aus dem Fluss retten konnte. Es war auf alle Fälle eine tolle Erfahrung und ich habe sehr viel gelernt."

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