"Coronavirus"-Entscheidungen in Sonthofen
Besuchsverbot in Oberallgäuer Krankenhäusern und Altenheimen - "Drive-In"-Lösung für Coronavirus-Tests

Coronavirus: Pressekonferenz im Landratsamt Oberallgäu in Sonthofen
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  • Coronavirus: Pressekonferenz im Landratsamt Oberallgäu in Sonthofen
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Holger Mock

In einer Pressekonferenz haben am Mittwoch Mittag das Landratsamt Oberallgäu und die Stadt Kempten in Sonthofen gemeinsam über die neuesten Entscheidungen zum Thema "Coronavirus". Mit dabei waren neben den leitenden Ärzten des Gesundheitsamtes, Dr. Glocker und Dr. Walters auch Landrat Anton Klotz und der Oberbürgermeister der Stadt Kempten, Thomas Kiechle.

Hier die wichtigsten Informationen aus der Pressekonferenz:

  • Betretungsverbot in Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderten- und Rehaeinrichtungen über eine Allgemeinverfügung. Besuch nur noch in dringenden Fällen. Die Maßnahme dient "dem Schutz der Alten und Kranken, so Landrat Anton Klotz. Man will "die Infektionsketten verlangsamen und versuchen, Zeit zu gewinnen", sagt Ralph Eichbauer von der Abteilung "Mensch und Gesellschaft" im Landratsamt. Laut der Allgemeinverfügung sind therapeutische oder medizinische Besuche von dem Verbot ausgenommen, ebenso wie "das Betreten von handwerkern für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen am Gebäude" und "Angehörige bei Vorliegen eines Notfalls". Das Betretungsverbot gilt ab Freitag, 13. März in Kraft.
  • Öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen sind ab Donnerstag verboten. Unter 500 Personen wird kritisch geprüft. Man will den Veranstaltern Sicherheit geben: Die Regelung gilt bis 19. April.
  • Klotz legt den Veranstaltern ans Herz, darüber nachzudenken, ob es überhaupt notwendig ist, so eine Veranstaltung durchzuführen. Auch Thomas Kiechle appelliert an Veranstalter, Veranstaltungen zu verschieben.
  • Für Coronavirus-Tests gibt es ab Donnerstag in Sonthofen eine "Drive-In"-Lösung: Menschen, die das Gesundheitsamt vorher als "begründeter Verdachtsfall" eingestuft hat, sollen mit dem Auto zu einem definierten Platz fahren. So könne man mehr Personen in kürzerer Zeit testen. Der Marktanger kommt beispielsweise dafür in Frage. Freitag nachmittag soll es losgehen: Man fährt rein, wird registriert, fährt weiter, gibt die Probe ab und fährt dann wieder raus. Das Ziel: möglichst wenig persönlicher Kontakt. Das Landratsamt erwartet, dass man mit der "Drive-In"-Lösung 100 Proben am Tag schaffen kann. Für kranke und nicht mobile Menschen wird es einen Fahrdienst geben.
  • Ab Montag soll es die "Drive-In"-Lösung dann auch in Kempten geben.
  • Aktuell gibt es im Oberallgäu 150 Coronavirus-Fälle zur Abklärung, neun Fälle sind bestätigt. Man geht davon aus, dass es noch mehr bestätigte Fälle geben wird.
Coronavirus im Oberallgäu: die aktuelle Lage

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