Allrad-Fahrzeug für Touren
Als Dank für Pflege ihres Mannes: Frau organisiert Spende für Johanniter

Spendenübergabe v. li.: Thomas Fersch, Geschäftsführer Autohaus Fersch, Elke Laskowski, Gabriele Weiß, Thomas Ryll, Jürgen Federmann, Dieter Lochbihler und Leila Dorostan, Vertreter der Firma Bosch, Aisa Tischler, Pflegedienstleitung der Johanniter Sozialstation
  • Spendenübergabe v. li.: Thomas Fersch, Geschäftsführer Autohaus Fersch, Elke Laskowski, Gabriele Weiß, Thomas Ryll, Jürgen Federmann, Dieter Lochbihler und Leila Dorostan, Vertreter der Firma Bosch, Aisa Tischler, Pflegedienstleitung der Johanniter Sozialstation
  • Foto: Iris Nowak
  • hochgeladen von Svenja Moller

Gabriele Weiß war so dankbar für die liebevolle Pflege ihres Mannes und konnte die Firma Bosch, das Autohaus Fersch und Kurt Hirsch gewinnen, der Sozialstation ein Allrad-Fahrzeug für die großartige Arbeit zu spenden. Die offizielle Übergabe mit allen Beteiligten fand aufgrund von Corona nun am vergangenen Donnerstag statt.

Die Mitarbeitenden der Sozialstation übernahmen im November 2018 die Pflege von Konrad Weiß und die Unterstützung seiner Frau Gabriele. Die meisten erinnern sich an den harten und schneereichen Winter vor zwei Jahren. "Die Mitarbeitenden der Pflege, Elke Laskowski, Barbara Tück, Carola Schmidt und Thomas Ryll, haben meinen Mann in einer ganz besondern Art und Weise begleitet, nicht nur fachlich, sondern auch durch Herzlichkeit und einfühlsame Worte. Aufgrund des vielen Schnees mussten sie ab und zu sogar zu uns laufen, da das Auto nicht den Anstieg zu unserem Haus hinaufkam. Der kurze Fußmarsch war eine Selbstverständlichkeit", berichtet Gabriele Weiß immer noch gerührt.

Geldspenden für den guten Zweck statt Blumen

Im Januar 2019 verstarb Konrad Weiß nach schwerer Krankheit. Anstelle von Blumen bat Familie Weiß um Geldspenden für einen guten Zweck, anlässlich der Beisetzung.

Gabriele Weiß hatte einen Plan. Sie wollte der Pflege danken und ein Allrad-Fahrzeug für die täglichen Touren beschaffen und suchte Unterstützer für ihr Dankeschön-Projekt. Diese fand sie in der Firma Bosch, bei der ihr Mann viele Jahre gearbeitet hatte, dem Autohaus Fersch und Kurt Hirsch. Zusammen mit ihren Spenden in Höhe von 2.500 Euro, 7.000 Euro von der Firma Bosch aus dem Erlös von Versteigerungen von ausgedienten Gegenständen an Mitarbeitende, 500 Euro von Kurt Hirsch, ebenfalls ehemaliger Bosch Mitarbeiter, und 950 Euro vom Autohaus Fersch war der Betrag fast komplett. Sie konnte Jürgen Federmann, Bereichsleiter Soziales, Wohnen und Vergabe des Landesverbands Bayern, ebenfalls für diese Idee gewinnen und die Johanniter übernahmen die fehlenden 4.000 Euro herzlich gern. "Für uns ist eine solche Spende etwas ganz besonders, denn normalerweise sind unsere Mitarbeitenden für die Kunden da. Im Fall von Frau Weiß ist unser Kunde für die Mitarbeiter da. Wir freuen uns sehr über das Fahrzeug und wünschen unseren Mitarbeitenden nun allzeit gute Fahrt", freute sich Jürgen Federmann. Nun wird die Anschaffung weiterer Allradfahrzeuge für die Sozialstation Sonthofen geplant.

Pflege wird seit Corona mehr denn je geschätzt

Die Pflege ist seit Corona noch mehr in den Vordergrund gerückt und die Wichtigkeit und die großartigen Leistungen werden mehr denn je geschätzt. Gabriele Weiß tat dies schon vor der COVID-19-Pandemie.

Der knallrote Flitzer, ein Suzuki Ignis, ist seit Ende letzten Jahres in Gebrauch und fährt sich, laut der Pflegemitarbeiter, großartig und der Schnee hätte letztes Jahr ruhig kommen können. Die offizielle Übergabe musste bis letzten Donnerstag auf sich warten lassen, da coronabedingt eine frühere offizielle Übergab leider nicht möglich war.

Dieter Lochbihler, Vertreter der Firma Bosch, zu dieser Spende: " Wir, die Firma Bosch, wollen mit regionalen Spenden unterstützen, wo Hilfe benötigt wird, und soziales Engagement würdigen und fördern. Neben dem Erlös aus den Versteigerungen, hat Bosch gemeinsam mit den Mitarbeitenden das Projekt 'Cents for help' ins Leben gerufen. Um Gutes zu tun, verzichten Bosch-Mitarbeiter auf die Auszahlung der Cent-Beträge aus ihrer monatlichen Nettoentgeltüberweisung. Damit möglichst viele Projekte von der Hilfsbereitschaft profitieren können, beteiligt sich das Unternehmen ebenfalls und verdoppelt den dadurch zustande gekommenen Betrag. Mit diesem werden gemeinnützige Vereine und Projekte unterstützt."

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