Wirtschaft
Allgäuer EU-Abgeordnete unterstützt Arbeitskampf bei Voith in Sonthofen

Ulrike Müller unterzeichnet das Solidaritäts-Transparent der streikenden Voith-Mitarbeiter am bedrohten Standort Sonthofen.
  • Ulrike Müller unterzeichnet das Solidaritäts-Transparent der streikenden Voith-Mitarbeiter am bedrohten Standort Sonthofen.
  • Foto: Suzan Duran
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Auf Einladung von Bügermeister Christian Wilhelm besuchte die Allgäuer EU-Abgeordnete Ulrike Müller (Freie Wähler) am Mittwoch die streikenden Mitarbeiter vor dem Firmengelände des Voith-Werkes in Sonthofen. Der internationale Konzern hat beschlossen, den Standort in Sonthofen trotz schwarzer Zahlen zu schließen. 

Das sei für Müller "aus europäischer Sicht" unbegreiflich, weshalb sie in einer Pressemitteilung ankündigte, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen zu wollen. "Vielerorts werden Unsummen in den Erhalt maroder Industrien gepumpt, und hier soll eine erfolgreiche und funktionierende Firma zu Grabe getragen werden." Darum möchte sie prüfen lassen, ob Voith mit dem Standort in Sonthofen ein gesundes Werk schließt und gleichzeitig in anderen EU-Ländern Investitionszuschüsse beantragt oder EU-Fonds nutzt. "Industriebetriebe haben diese Praktiken ja schon öfter betrieben", meint Müller.

Ihrer Meinung nach sei Voith "eine plausible Erklärung für die Werkschließung" schuldig geblieben. Denn laut Birgit Dolde, Betriebsratsvorsitzende am Werk in Sonthofen, gehe es dem Konzern gut und gerade am Standort in Sonthofen würden die Zahlen auf ein solides Wachstum hindeuten.

Voith-Mitarbeiter in Sonthofen sprechen sich für unbefristeten Streik aus
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