Identifizierung
Polizei klärt Serie von Taschendiebstählen rund um Schloss Neuschwanstein auf

Symbolbild.

Die Polizei hat eine Serie von Taschendiebstählen in Schwangau aufgeklärt und zwei tatverdächtige Frauen ermittelt. Lichtbilder, die ein Zeuge von den beiden Frauen machen konnte, führten die Ermittler zu den 21- und 58-jährigen Verdächtigen mit serbischer und bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit.

Eine von ihnen konnte über einen Vergleich von Portraitaufnahmen identifiziert werden. Sie war bereits wegen ähnlicher Fälle unter anderem auch in der Schweiz auffällig geworden, erklärt die Polizei weiter. Die Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden dabei von den auf diesen Kriminalitätsbereich spezialisierten Beamten des Polizeipräsidiums München sowie dem Bayerischen Landeskriminalamt unterstützt.

Die katalanische Polizei gab dann den Hinweis zur zweiten Tatverdächtigen, die sie anhand der übersandten Bilder wiedererkennen konnten. Auch sie ist bereits wegen ähnlicher Straftaten in Erscheinung getreten.

Bereits im Frühjahr und Sommer gelang es der Polizei Füssen und der Kriminalpolizei Kempten, eine vierköpfige Gruppe von Taschendiebinnen durch umfangreiche Ermittlungen und langwierigen Fahndungsmaßnahmen festzunehmen. Nach einer kurzen Pause nahm die Zahl von Diebstählen allerdings wieder zu, erklärt die Polizei in einer Mitteilung.

Die Sehenswürdigkeiten rund um das Schloss Neuschwanstein zählen zu einem der beliebtesten Ziele von Touristen. Ein Hotspot sei besonders die Marienbrücke, auf der viele Menschen Bilder des Schlosses machen. In diesem Jahr hätten sich Taschendiebe laut Polizeiangaben diesen Umstand häufig zu Nutze gemacht.

Die Ermittlungen im aktuellen Fall und auch in dem aus dem Frühjahr/Sommer 2019 ergaben, dass die Täter auch in einigen benachbarten europäischen Ländern auffällig wurden. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass es sich hierbei um eine professionell und überregional agierende Gruppe handelt.

Die Polizei ermittelt in der aktuellen Serie noch nach einem dritten, männlichen Mitglied der Gruppe. Er soll ebenfalls in die Diebstähle verwickelt sein. Die beiden Frauen haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Wo sich die beiden Tatverdächtigen derzeit aufhalten, ist nach Angaben der Polizei nicht bekannt.

Tatorte seien vorrangig touristische Hotspots gewesen, außerdem stark frequentierte Veranstaltungsorte wie beispielsweise Weihnachtsmärkte. Die Tatverdächtigen, die durch die Arbeit der Polizei und der anderen Behörden ermittelt werden konnten, stehen im Verdacht, an etwa 40 Diebstählen im Dienstbereich der Füssener Polizei beteiligt gewesen zu sein. Die Schadenssumme liegt im niedrigen fünfstelligen Bereich. Allerdings geht die Polizei von einer noch höheren Dunkelziffer aus. Die Erfahrung zeige, dass ausländische Touristen aus Zeitnot oder wegen der Sprachbarriere, Diebstähle oft nicht anzeigen würden, erklärt die Polizei weiter.

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