Absage
Ausbau der B17 in Schwangau findet vorerst nicht statt

Ein Bild, das es so vermutlich noch nicht gab: Um die Hygienevorschriften einzuhalten, tagten die Gemeinderäte im Schlossbrauhaus.
  • Ein Bild, das es so vermutlich noch nicht gab: Um die Hygienevorschriften einzuhalten, tagten die Gemeinderäte im Schlossbrauhaus.
  • Foto: Christina Gerster
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Der geplante Ausbau der B17-Ortsdurchfahrt in Schwangau wurde abgeblasen. Mehrere Gründe hätten die Gemeinderäte in einer nicht-öffentlichen Sitzung im Schlossbrauhaus zu diesem Beschluss bewegt, berichtet die Allgäuer Zeitung (AZ). Wie es weitergeht, ist noch ungewiss. "Wir haben die Großbaustelle für heuer abgeblasen. Wann und wie es weiter geht, wird der Gemeinderat in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt entscheiden, nachdem wir die Krise überstanden haben", erklärte Rathauschef Stefan Rinke gegenüber der AZ.

Ein Grund soll demnach eine Kostenüberschreitung sein. Die Kostenschätzung des Planungsbüros lag bei 5,6 Millionen Euro. In einem Bieterverfahren wurde schließlich nur ein Angebot über 6,8 Millionen Euro abgegeben. Wegen der Überschreitung, der fehlenden Finanzierungsgrundlage und der mangelnden Wettbewerbssituation schlugen das Staatliche Bauamt und die Verwaltung dem Gemeinderat vor, die vollständige Aufhebung der Ausschreibung zu beschließen, heißt es in der Zeitung weiter.

Neben der Kostenüberschreitung spräche derzeit aber auch der gestiegene Eigenanteil der Gemeinde, der nicht vom aktuellen Haushalt abgedeckt werde, gegen die Großbaustelle. Dabei wurde die Verschlechterung der Finanzlage der Gemeinde durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise noch gar nicht berücksichtigt, berichtet die AZ. Außerdem bestünden aufgrund des ausgerufenen Katastrophenfalls in Bayern unkalkulierbare Planungs- und Betriebsrisiken bei Baumaßnahmen.

Vor allem hatten die Gemeinderäte aber Bedenken wegen der Sperrung der B17. Die Wirtschaft in Schwangau leide derzeit schon massiv unter den Betriebsschließungen zur Eindämmung der Pandemie. Eine weitgehende Sperrung der B17 wäre deshalb eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 28.03.2020.

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