Tierseuche
Bienen bei Scheidegg von Amerikanischer Faulbrut befallen

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Vergangenen Donnerstag hat das Veterinäramt bei einem Bienenvolk in Scheidegg, Ortsteil Rickenbach, Amerikanische - oder auch Bösartige - Faulbrut festgestellt. Dabei handelt es sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Lindau um eine anzeigepflichtige Tierseuche bei Bienen. 

Sperrgebiet um Scheidegg

Das Landratsamt Lindau hat den Bereich um den Ausbruchsbestand im Umkreis von zwei Kilometern zum Sperrgebiet erklärt. Damit stehen die darin enthaltenen Bienenstände unter behördlicher Beobachtung. Imker dürfen sie weder versetzen, noch Waben und deren Abfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen oder benutzte Gerätschaften aus den Bienenständen im Sperrgebiet entfernen.

Was ist Amerikanische Faulbrut?

Bei dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um ein sporenbildendes Bakterium, das sehr widerstandsfähig und ansteckend ist. Dieses Bakterium befällt ausschließlich die Brut der Honigbiene und verändert die Zellverdeckelung. Die befallenen Zellen sind rissig, durchlöchert oder eingesunken und ihre Farbe dunkler. Die Larve ist in sich zusammengesackt, milchig-kaffeebraun verfärbt und weist fadenziehenden Schleim auf. Länger abgestorbene Brut trocknet zu schwarzbraun gefärbten, zähen und gummiartigen "Schorfen" ein. Pro abgestorbene Larve lassen sich ungefähr 2,5 Milliarden Sporen nachweisen. 

Für Menschen ist die Amerikanische Faulbrut laut des Landratsamtes jedoch ungefährlich. Honig kann ganz normal konsumiert werden.

Verbreitung der Amerikanischen Faulbrut 

Die Amerikanische Faulbrut verbreitet sich durch die Bienen selbst oder aber durch den Imker. Ein Ansteckungsrisiko für Bienen besteht beispielsweise, wenn ein Imker Völker kauft, ohne vorher eine Gesundheitsuntersuchung durchzuführen - oder Bienenkästen und Waben unbekannter Herkunft nutzt, ohne sie zuvor zu desinfizieren.

Weiteres Vorgehen des Veterinäramts

Das Veterinäramt will die Bienenvölker gemeldeter Imker innerhalb des Sperrgebiets im Landkreis Lindau in den nächsten Tagen untersuchen. Nicht gemeldete Imker sollen sich dringend beim Veterinäramt unter E-Mail: veterinaeramt@landkreis-lindau.de oder Telefon: 08382/270-502 melden. 

Schon beim Verdacht der Bienenseuche müssen Imker den Amtstierarzt informieren. Dieser kümmert sich dann um die gesetzlich geregelte, staatliche Seuchenbekämpfung. 

Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut finden Sie bei der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.

Autor:

Lisa Hauger

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