Modellprojekt
Das Generationendorf in Röthenbach ist vom Tisch

Allgäu-Stift hatte Großes vor auf einem etwa 3,8 Hektar großen Gelände beim Josefsheim in Röthenbach. Die Idee eines integrativen Generationendorfs ist jedoch geplatzt. Laut Landratsamt gehören die Nass- und Feuchtwiesen um das Toteisloch (braune Fläche) zum schützenswerten Biotop und dürfen darum nicht bebaut werden. Für das ursprünglich geplante Projekt reicht somit die zur Verfügung stehende Fläche nicht.
  • Allgäu-Stift hatte Großes vor auf einem etwa 3,8 Hektar großen Gelände beim Josefsheim in Röthenbach. Die Idee eines integrativen Generationendorfs ist jedoch geplatzt. Laut Landratsamt gehören die Nass- und Feuchtwiesen um das Toteisloch (braune Fläche) zum schützenswerten Biotop und dürfen darum nicht bebaut werden. Für das ursprünglich geplante Projekt reicht somit die zur Verfügung stehende Fläche nicht.
  • Foto: Ingrid Grohe
  • hochgeladen von Holger Mock

Es sollte ein Projekt mit Modellcharakter sein. Ein Zukunftskonzept, wie es laut den Initiatoren in ganz Deutschland noch nicht realisiert wurde. Allgäu-Stift wollte beim Josefsheim in Röthenbach ein Generationendorf bauen, in dem Junge und Alte, Pflegebedürftige und Familien, Menschen mit und ohne Behinderung in bezahlbaren Wohnungen leben und sich gegenseitig unterstützen. Zugleich war geplant, alle Formen professioneller Betreuung anzubieten.

Das ambitionierte und kontrovers diskutierte Vorhaben scheitert nun am Umweltschutz. Bei einem Behördentermin am Landratsamt erklärte die Untere Naturschutzbehörde, dass nicht nur ein 0,4 Hektar großes Toteisloch ausgespart bleiben muss, sondern auch die angrenzenden Nass- und Feuchtwiesen.

Die Gemeinde Röthenbach hat damit ein konfliktträchtiges Thema weniger. Gegen das 30-Millionen-Projekt hatte sich eine Bürgerinitiative formiert, die über 500 Unterschriften sammelte. Auch die Kreisgruppe des Bund Naturschutz positionierte sich klar. Ein Hauptargument der Gegner war die Dimension der geplanten Siedlung, die aus zwölf Häusern mit 100 Wohnungen und einem Pflegezentrum bestehen sollte. Sie verwiesen auf Flächenversiegelung, Verkehr und Eingriff in die gewachsene Dorfstruktur.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe des Westallgäuers vom 05.10.2019.

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