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Todesfalle Auto
Hund in der prallen Sonne im Auto eingesperrt: Was können und dürfen Passanten unternehmen?

Hund im Auto: Bitte nicht in der prallen Sonne einsperren!
  • Hund im Auto: Bitte nicht in der prallen Sonne einsperren!
  • Foto: Vadimir Slâdek auf Pixabay
  • hochgeladen von Holger Mock

Immer wieder muss die Polizei ausrücken und überhitzte Hunde aus verschlossenen Autos befreien. Zuletzt geschehen am Montagnachmittag in Rieden am Forggensee. Dort hatte ein Besitzer seinen Hund in der prallen Sonne im Auto gelassen. Von außen war nicht erkennbar, wie es dem Tier geht. Die Polizei war kurz davor, die Scheibe einzuschlagen, als der Besitzer zu seinem Auto kam. Dem Hund ging es offenbar noch gut. Das ist allerdings nicht immer so.

Oft leiden die Tiere bei Hitze im Auto. Der berühmte "Spalt offen" am Fenster bringt häufig so gut wie gar nichts. Was können, und vor allem: Was dürfen Passanten unternehmen, wenn sie ein Tier eingesperrt in einem Auto entdecken, das in der prallen Sonne steht? 

Hundehaltern droht Geldstrafe

Grundsätzlich verbietet zwar kein Gesetz, dass Tiere in einem Fahrzeug zurückgelassen werden dürfen - in bestimmten Situationen greift dann aber trotzdem das Tierschutzgesetz. Steht das Auto beispielsweise in der prallen Sonne, droht den Tieren Schaden und das ist laut Paragraf 18 verboten. Wer gegen diese gesetzliche Regelung verstößt, riskiert eine Geldstrafe - und die kann schnell mehrere tausend Euro übersteigen.

Autos heizen sich extrem schnell auf

Wer sein Haustier auch nur ein paar Minuten im verschlossenen Auto lässt, riskiert den Hitzetod seines Tieres. Je nach Außentemperatur und Sonneneinstrahlung kann sich ein Fahrzeug auf rund 70 Grad aufheizen. Gerade Hunde kommen da schnell an ihre Grenzen. Wie sehr die Tiere an einer solchen Situation leiden, hat ein Tierarzt aus Nordrhein-Westfahlen einmal im Selbsttest demonstriert.

Was tun, wenn ich im Auto eingeschlossene Tiere entdecke?

Im Fall zweier eingesperrter Hunde in Hohenschwangau schlugen die Polizeibeamten die Scheibe des Fahrzeugs ein und befreiten die Tiere. In solchen Fällen gibt es folgendes zu beachten:

  • Laut der Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West sind derartige Einsätze immer eine Einzelentscheidung der Beamten. Zunächst versuchen die Polizisten, den Fahrer des jeweiligen Autos zu ermitteln und ausfindig zu machen. Gelingt das nicht und droht unmittelbare Gefahr für das Tier, können die Beamten das Fahrzeug öffnen. Natürlich immer so, dass ein möglichst geringer Schaden entsteht. 
  • Passanten selbst sollten von diesen Schritten aber besser die Finger lassen. Wer einen Hund in offensichtlich überhitzten Fahrzeugen entdeckt, der wendet sich besser an die Polizei und überlässt den Beamten die Rettung der Tiere, bzw. geht in Absprache mit der Polizei vor. Eigenmächtiges gewaltsames Öffnen kann eine Anzeige wegen Sachbeschädigung nach sich ziehen.
  • Zunächst immer die beste Idee: Nach den Besitzern Ausschau halten, laut Rufen, in Geschäften o.ä. nachfragen.

Übrigens: Nicht nur Hitze ist für Hunde gefährlich. Auch niedrige Temperaturen - im Winter - können für Tiere zur Gefahr werden. In Autos eingeschlossenen Tieren droht dann der Tod durch Erfrieren.

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