Nachhaltigkeit
Umweltschutz-Organisationen sprechen sich gegen Tourismuskonzept am Grünten aus

Umweltschutzorganisationen fürchten durch die Planungen der neuen Betreiberfamilie, dass es am Gipfel des Grünten bald noch voller wird.
  • Umweltschutzorganisationen fürchten durch die Planungen der neuen Betreiberfamilie, dass es am Gipfel des Grünten bald noch voller wird.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Pia Jakob

Eine Gondelbahn, die ganzjährig fährt, ein Sessellift für Skitouristen im Winter und eine Walderlebnisbahn für Wanderer im Sommer: Nachdem die neue Betreiberfamilie ihre Pläne für eine Grünten Bergwelt vorgestellt hat, regt sich Widerstand unter Naturschützern. 

“Die geplante Doppelnutzung des Gebietes, klassischer Skibetrieb und intensive Sommernutzung durch die neue Gondelbahn bis zur Bergstation und möglicher Abfahrt mit einer Rollglider-Anlage durch einen artenreichen Tobelwald, führt zu einer unzumutbaren Belastung für die Artenvielfalt im Landschaftsschutzgebiet Grünten und das angrenzende Natura 2.000 Gebiet”, erklärt Carolin Köpping vom BUND Naturschutz Kempten-Oberallgäu in einer Mitteilung. Schon heute müsste der Gipfel bei gutem Wetter zeitweise wegen "Überfüllung" geschlossen werden.

Dieser "Massentourismus" wird auch vom Landesbund für Vogelschutz kritisiert. “Naturverträglicher, nachhaltiger Tourismus zum Schutz unserer sensiblen Natur und Umwelt im Allgäu sieht anders aus”, so Biologin Brigitte Kraft in der gemeinsamen Mitteilung mit dem BUND. Die Bergwelt würde durch die Zahl von über 1.000 Personen pro Stunde, die mit der Gondelbahn befördert werden könnten, belastet. Außerdem würde so der Individualverkehr steigen. Im Hinblick auf den Klimawandel sei das laut Mitteilung nicht akzeptabel.

Der Klimawandel beschäftigt das Allgäu in letzter Zeit häufiger, gehen doch zahlreiche Schülerinnen und Schüler, vermehrt aber auch Erwachsene, bei Fridays for Future-Demonstrationen auf die Straßen. So erklärt dann auch Lucia Böck von Fridays for Future-Kempten in der Mitteilung: “Es ist naiv zu
glauben, dass man weiterhin die Berge als Rummelplatz verkaufen kann ohne dass wir, eure Kinder und Enkelkinder die katastrophale Folgen tragen müssen”.

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