Öffnung der Gastronomie
Brauerei aus Rettenberg: "Lieber später öffnen, dafür dann offen bleiben"

Statt der momentanen Öffnungsstrategie wäre es Berni Göhl lieber, wenn die Gastro mit Auflagen ein oder zwei Wochen später öffnet, dafür dann aber offenbleiben kann.
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  • Statt der momentanen Öffnungsstrategie wäre es Berni Göhl lieber, wenn die Gastro mit Auflagen ein oder zwei Wochen später öffnet, dafür dann aber offenbleiben kann.
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Wenn es dabei bleibt, sollen Gastronomiebetriebe ab dem 22. März ihre Außenbereiche unter Auflagen für Gäste wieder öffnen dürfen. Das gilt auch für den Gastrobereich von BernardiBräu, einer Brauerei aus Rettenberg/Kranzegg. all-in.de hat bei Braumeister Berni Göhl nachgefragt, wie zuversichtlich er und seine Frau hinsichtlich der Öffnung sind und inwiefern die Corona-Krise ihren Betrieb bereits beeinflusst hat. 

Einfluss der Corona-Krise

Im vergangenen Jahr ist die Brauerei "mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Inhaber Berni Göhl. Zwar fehle das Geld aus dem Gastro-Bereich, dafür hat die Brauerei viel Arbeitsaufwand in den Ausbau des Handels gesteckt. Der Absatz im Flaschenverkauf ist demnach gestiegen.

Statt der momentanen Öffnungsstrategie wäre es Berni Göhl lieber, wenn die Gastro mit Auflagen ein oder zwei Wochen später öffnet, dafür dann aber offenbleiben kann.
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Seit dem ersten Lockdown musste BernardiBräu noch kein Bier wegschütten. Aus dem übrigen Bier hat der Braumeister Bierschnaps gebraut oder Bierlikör produziert. "Ich versuche schon, das bestmöglich weiterzuverarbeiten", sagt Berni. Durch die lange Schließung der Gastro musste er aber manche Lebensmittel entsorgen. Zum Bespiel Ketchup. Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, bleibe ihnen "nichts anderes übrig", als es wegzuwerfen, erklärt der 43-jährige Inhaber. 

Mitarbeiter in Kurzarbeit 

Entlassen musste Familie Göhl coronabedingt noch niemanden. Inklusive Aushilfen beschäftigt BernardiBräu insgesamt 19 Personen. "Im Jahr 2020 haben wir keine Kurzarbeit gemacht, beziehungsweise im ersten Lockdown bei zwei Mitarbeitern mal zwei oder drei Wochen", erklärt Berni Göhl. Seit dem 1. Januar sind in der Gastronomie aber alle Mitarbeiter in Kurzarbeit. 

Was sich der Braumeister von der Politik wünscht 

"Grundsätzlich wünschen wir uns natürlich, dass wir relativ normal wieder weitermachen können", so der Braumeister. Statt der momentanen Öffnungsstrategie wäre es Berni Göhl lieber, wenn die Gastro mit Auflagen ein oder zwei Wochen später öffnet, dafür dann aber offenbleiben kann. "Dann können wir einfach besser planen", sagt er. Denn der Betrieb sei jetzt zu sehr vom guten Wetter abhängig. Das stellt das Brauerei-Team vor Herausforderungen, besonders beim Einkauf von frischen Lebensmitteln und bei der Personalplanung.

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